VITAL Selbstmedikation

Knochenkrankheit Osteoporose

Welche rezeptfreien Heilmittel helfen wirklich? Und wann fragen Sie besser den Arzt? Das verrät diese Serie. Diesmal: Osteoporose

Osteoporose

Unser Skelett ist eine Dauerbaustelle. Rund um die Uhr kümmern sich sogenannte Osteoblasten und Osteoklasten darum, dass neue Knochenzellen gebildet und alte ersetzt werden. Hormone stellen sicher, dass dabei alles glattgeht. In den Wechseljahren fällt bei Frauen jedoch ein wichtiger „Knochen-Schützer“ weg: das Östrogen. Dadurch wird häufig mehr Knochengewebe ab- als aufgebaut. Das kann zu Osteoporose führen (etwa jede dritte Frau über 60 trifft es). Tückischerweise verursacht sie lange keine Beschwerden – bis plötzlich ein Knochen bricht. Aber so weit muss es nicht kommen!

Die besten Hausmittel: Vitalstoff Nr. 1 ist Kalzium. Mit 1000–1500 Milligramm pro Tag erhöhen Sie die Knochen- dichte und senken Ihr Osteoporoserisiko. Diese Tagesdosis steckt z.B. in 0,5 Liter Milch plus einer Portion Grünkohl plus 100 Gramm Käse. Damit der Körper das Mineral in 68 VITAL 11/2011 die Knochen einbauen kann, braucht er das „Sonnenvitamin“ D3. Verbringen Sie deshalb täglich mindestens 30 Minuten draußen – am besten mit zügigem Gehen oder Radfahren, denn das aktiviert den Knochenaufbau zusätzlich. Ähnlich gut wirken Aqua-Jogging und asiatisches Schattenboxen (Tai-Chi). Um Fehlhaltungen zu vermeiden, solche Sportarten lieber in einem Kurs lernen.

So behandeln Sie sich selbst: Wer unsicher ist, ob er genug Osteoporosevorsorge betreibt (s. Hausmittel), sollte in Absprache mit dem Arzt täglich ein Kalziumpräparat einnehmen. Aber eines, das zusätzlich Vitamin D3 enthält, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden. 1500 Milligramm Kalzium täglich genügen. Mehr bringt nicht mehr! Osteoporose-Patientinnen sehen klar, wenn sie alle zwei Jahre per DXA-Verfahren (Arzt fragen!) ihre Knochendichte messen lassen.