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Zu viel Kalzium steigert das Herzinfarktrisiko Viel Kalzium belastet die Adern

Kalziumstabletten können schädigen anstatt zu helfen

Viel Kalzium belastet die Adern

Brausetablette in Wasser auflösen, austrinken – und den täglichen Kalzium-Bedarf als gedeckt abhaken. Klingt praktisch. Doch wer’s übertreibt, steigert sein Herzinfarktrisiko um bis zu 30 Prozent, warnt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden. Dem liegt eine Studie aus den USA und Neuseeland mit insgesamt 12000 Teilnehmern zugrunde, die folgendes Ergebnis brachte: Kalzium-Präparate ohne Vitamin-D schaden mehr, als sie vor Osteoporose schützen.

„Wir wissen, dass die Einnahme von Kalzium allein die Knochendichte kaum erhöht“, so Dr. Christian Hubold von der Universitätsklinik Lübeck. „Bestenfalls wird es ausgeschieden. Im ungünstigsten Fall wird es in den Blutgefäßwänden abgelagert und begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“ Sein Rat: Den Tagesbedarf (450–1000 mg) stattdessen über die Ernährung decken, z.B. mit Milch, Käse oder Petersilie. Wer zweifelt, ob das ausreicht, sollte erst mit dem Arzt sprechen, bevor er zu Kalzium-Tabletten greift.

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