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Wissenswertes über Blutgruppen

A, B oder etwa 0? Für die meisten Deutschen ist ihre Blutgruppe eine unbekannte Größe. Dabei ist es wichtig, sie zu kennen

Ein heftiger Unfall, eine Komplikation bei der Schwangerschaft oder OP: Wird eine spontane Blutkonserve notwendig, kann das Wissen um die Blutgruppe Leben retten. Besorgniserregend, dass nur 13 Prozent der deutschen Frauen ihre Blutgruppe kennen.

Magneten gegen Blutvergiftung

Wird unser Blut z. B. von Bakterien oder Pilzen überschwemmt, kommt es zur BLUTVERGIFTUNG. Pro Jahr erkranken bei uns 150 000 Menschen, etwa die Hälfte stirbt daran. US-Arzt Chong Wing Yung, Kinderkrankenhaus Boston, reinigt das abgezapfte Blut jetzt mit winzigen MAGNETKÜGELCHEN. Sie sind mit Antikörpern überzogen, die an den ERREGERN andocken. Ein Magnetfeld zieht die Kügelchen samt den Erregern heraus. Das GEREINIGTE BLUT wird dann wieder dem Patienten zugeführt.

Eiweiße bestimmen Blutgruppe

Die vier Blutgruppen A, B, AB und 0 werden nach ihren Eiweißmolekülen, den Antigenen, unterschieden. Sie sitzen wie Marker auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen. Werden die Blutgruppen bei einer Transfusion falsch kombiniert, kann das durch die unterschiedlichen Antikörper zu lebensbedrohlichen Reaktionen führen. Der Hämatologe Dr. Geoff Daniels vom Institut für Zell- und Molekularmedizin, Universität Bristol: „Bei Menschen mit der Blutgruppe A kommt es zu einer heftigen Immunabwehr, wenn ihnen Blut der Blutgruppe B übertragen wird.“ Patienten mit der Blutgruppe 0 vertragen nur Spenderblut der Gruppe 0, mit der häufigsten Blutgruppe A nur A und 0. Die Blutgruppe B passt zu B und 0, AB zu A, B, AB und 0. Hämatologen kennen außer den Antigen-Eiweißen heute rund 300 weitere Blutgruppen-Merkmale, deren Funktion bislang aber noch nicht ganz geklärt ist. Die meisten von ihnen scheinen eine spezielle Rolle bei der biochemischen Kaskade der körpereigenen Immunabwehr zu spielen.

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Autor:
Dorothea Palte