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Gefahr aus dem Wasserhahn Urangehalt im Trinkwasser

In einigen Regionen Deutschlands enthält das Leitungswasser erhöhte Mengen Uran. Suchen Sie schon mal die Rufnummer der Wasserwerke raus!

Wasserhahn

Direkt aus dem Hahn ins Glas, in den Teekessel oder Sprudelbereiter – täglich lassen wir literweise das Wasser laufen, ohne groß darüber nachzudenken. Was viele Verbraucher nicht wissen: Im Trinkwasser befindet sich gelöstes Uran. Die Menge schwankt je nach Region, vor allem in Süddeutschland werden in einigen Orten bedenkliche Werte erreicht. Worauf Sie achten sollten und wie Sie sich schützen können, erfahren Sie hier.

Wie kommt das Uran ins Trinkwasser? Zuerst mal: Mit Atomkraftwerken haben die Uranwerte des Trinkwassers nichts zu tun. Im Erdboden steckt natürliches Uran. Fließt Grundwasser durch uranhaltiges Gestein, wird es mit dem Schwermetall versetzt. Geologische Schichten mit größeren Uranvorkommen finden sich vor allem in Süddeutschland. Außerdem kann Uran über mineralische Phosphatdünger in die Umwelt gelangen. In Großstädten ist die Trinkwasserqualität jedoch meist sehr gut.

Gelten gesetzliche Höchstwerte? Ein gesetzlicher Grenzwert wurde, obwohl viele Politiker sowie Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen seit Jahren darauf drängen, bisher nicht festgelegt. Zurzeit werde aber in Brüssel eine Neuauflage der Trinkwasserverordnung geprüft, so ein Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit. Die sieht eine Höchstmenge von 10 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser vor – ein Wert, den auch das Umweltbundesamt seit 2004 als sogenannten gesundheitlichen Leitwert empfiehlt.

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Autor:
Imme Bohn