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Gesundheit Die Tuina-Massage

Kneten, drücken und harmonisieren - die Tuina-Massage baut sich aus drei Phasen auf und wird auch als „Akupunktur mit den Händen“bezeichnet. Sie löst lokale Blockaden und regt mit der Durchblutung auch den Energiefluss an. 

Massage

So funktioniert’s:
Also sanfte Wellness ist das hier nicht. Masseur Jens Rusch, 40, greift kräftig zu. Die Tuina-Massage ist Teil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und eine „Akupunktur mit den Händen“, wie der erfahrene Tuina-Experte Rusch sie beschreibt. Mit Fingern, Handballen, Handrücken, selbst den Unterarmen geht es den verspannten Gesäßmuskeln ans Leder.
Jens Rusch drückt und knetet an Nah- und Fern-Akupunkturpunkten, das heißt am Muskel direkt, aber auch an korrespondierenden Punkten, die über die Energiebahnen miteinander verbunden sind und am Knöchel oder sogar im Schulterbereich sitzen können.
Diese Akupressur löst lokale Blockaden und regt zugleich mit der Durchblutung auch den Energiefluss an. Wo zu wenig Energie fließt, ist der Körper verspannt, vielleicht auch kalt, nicht gut durchblutet, unbeweglicher – wie eben in den Gesäßmuskeln. „Das führt auch zu einem Ungleichgewicht auf anderen Ebenen im Menschen“, erläutert Jens Rusch. Diese Disharmonie gleicht die Massage aus.
Sie baut sich aus drei Phasen auf. Nach einer kurzen Beweglichkeitsprüfung des Körpers werden die Muskeln durch kräftiges Kneten aktiviert. Das fühlt sich an, als ob ein Brotteig durchgewalkt wird. Danach werden die verspannten Punkte mit unterschiedlich starkem Druck bearbeitet. Am Ende der Behandlungsstunde geht es in die Harmonisierungsphase. Das erinnert dann am ehesten an eine Wellness-Entspannung.
Die Tuina-Massage, die in den 60er-und 70er-Jahren aus China nach Westeuropa kam, gibt es in sanfter Form auch speziell für Kinder. Damit lassen sich schon Neugeborene behandeln, etwa wenn sie Schreikinder sind. Und der Gesäßmuskel? Okay, Wellness fühlt sich sanfter an, aber dennoch: Der Muskel ist wesentlich lockerer, und die Massage hat so gutgetan.

Für wen geeignet:
Bei Verspannungen, Schulter-, Nackenschmerzen, auch bei Erschöpfungszuständen wie Burn-out oder Schlaflosigkeit sowie Atemwegserkrankungen.

So viel Zeit muss sein/Preis:
30 Minuten (für Teilbehandlungen, z. B. Nacken) ca. 35 Euro. 60 Minuten ca. 70 Euro (Ganzkörperbehandlung). Infos gibt es unter www.dgtcm.de, www.massagepraxis-j-rusch.de (Hamburg)