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Leichtere Geburt Sport in der Schwangerschaft

Aqua-Gym, Yoga, Ausdauersport - wer während der Schwangerschaft soften Sport treibt, hat eine leichtere Geburt mit weniger Komplikationen.

Bauch einer Schwangeren

Sanfter Sport in der Schwangerschaft ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Denn er hilft gegen viele typische Beschwerden wie Kreislauf- Durchhänger, Stimmungsschwankungen, Rückenschmerzen oder Ödeme. Und nicht nur das: Eine neue Studie des Psychologischen Instituts der Deutschen Sporthochschule Köln zeigt jetzt, dass aktivere Frauen auch bei der Geburt weniger Schmerzmittel benötigen. Obwohl sie ähnlich starke Schmerzen hatten wie die Untrainierten. Bei den sportlichen Müttern zwischen 20 und 42 Jahren verlief die Entbindung zudem unkomplizierter: Zangen- oder Saugglockengeburten und auch Dammschnitte waren seltener.

Sport stärkt das Immunsystem

In der Schwangerschaft erkältet zu sein, ist nicht gerade angenehm. Sport hilft Ihnen dabei, das Immunsystem zu stärken und so gesund durch die Schwangerschaft zu kommen.

„Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf das positive Körpergefühl der fitten Frauen“, so Marion Sulprizio, Diplom- Psychologin am Institut. „Sie fühlen sich wohler in ihrer Haut und haben mehr Ausdauer – auch während der Geburt.“ Die Wissenschaftler vermuten außerdem, dass die sportlichen Frauen durch ihre bessere Körperwahrnehmung den Geburtsvorgang aktiver steuern können. „Eine Geburt ist für den Körper vergleichbar mit einer sportlichen Höchstleistung, auf die man sich – ähnlich wie bei einem Marathon gut vorbereiten muss“, sagt Marion Sulprizio.

Selbst wenn Sie bisher ein Sportmuffel waren, können Sie während der Schwangerschaft mit einem sanften Training beginnen. Wichtig: vorher die Zustimmung des Gynäkologen einholen. Das Psychologische Institut bietet Experten-Rat per E-Mail: schwangerschaft@dshs-koeln.de.

 

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Autor:
Christina Schmidt, Lora Stantscheva