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Gesundheit Schwache Blase stärken

Tipps für alle, die sich wünschen, ihre Blase wieder besser kontrollieren zu können.

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Reichlich trinken
Viele fürchten, unterwegs nicht rechtzeitig ein WC zu finden, und trinken deshalb wenig. Ein Fehler. Denn dann produzieren die Nieren sehr stark konzentrierten Urin, und der reizt die Blase. Das befeuert den Harndrang noch. Werden die Harnwege dagegen gut durchgespült, kommt es seltener zu Infektionen.

Besser essen

Überschüssige Pfunde lasten schwer auf dem Beckenboden. Wenn Sie etwas Körpergewicht loswerden, wird sich das auch beim „Einhalten können“ bemerkbar machen. Stellen Sie Ihre Ernährung um, weg von Fett und Süßigkeiten, hin zu mehr Gemüse und Ballaststoffen. Positiver Nebeneffekt: ein leichterer Stuhlgang. Wenn Sie nicht mehr so stark pressen müssen, schont das ebenfalls den Beckenboden.

Ein Blasentagebuch führen
Die Deutsche Kontinenz-Gesellschaft empfiehlt, täglich die Uhrzeiten der Toilettengänge zu notieren und auch, was Sie gegessen und getrunken haben. Der Fachbegriff dafür lautet „Miktionsprotokoll“. Nach einer Weile werden bestimmte Muster deutlich. Es hilft, den Tag besser zu strukturieren und sich evtl. anders zu verhalten. Zum Beispiel, die Abstände zwischen den Toilettengängen schrittweise zu verlängern. Eine Vorlage zum Herunterladen finden Sie auf www. kontinenz-gesellschaft.de.

Richtig trainieren

Sportarten wie Tennis oder Joggen strapazieren die geschwächte Beckenboden-Muskulatur. Besser: Schwimmen, Radfahren, Wandern oder Gymnastik. Mit Yoga- und Pilatesübungen können Sie gezielt die Körpermitte stärken, ebenso an einem speziellen Beckenbodengerät (z. B. bei Kieser Training) – oder durch bewusste Bewegungsabläufe im Alltag (siehe Übungen auf Seite 34–36). Für Experimentierfreudige: Vaginalkugeln (z. B. über www.amorelie.de), die Sie bei alltäglichen Bewegungen tragen, kräftigen den Beckenboden, weil sie ihn zur Kontraktion anregen.

Spezialprodukte nutzen
Die üblichen Damenhygiene-Artikel eignen sich nicht für die Bedürfnisse bei Blasenschwäche oder gar Inkontinenz. Speziell entwickelte Slipeinlagen, Binden oder Höschen hingegen erleichtern den Alltag enorm. Sie vermitteln ein angenehmes Tragegefühl und verhindern „Malheurs“ wie Flecken oder unangenehme Gerüche (z. B. „Al- ways discreet“, in Drogerien).

Fachliche Hilfe suchen
Blasenschwäche und Inkontinenz halten viele für ein Seniorenthema. Doch leidet, zumindest gelegentlich, jede dritte Frau über 18 unter einer sensiblen Blase. Eine erste Ansprechpartnerin kann Ihre Gynäkologin sein. Viele hilfreiche Tipps: www. frauen-blasenschwaeche.de.

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