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Gesundheit Schlafen Sie gut

Am 21. Juni 2012 ist Tag des Schlafes. Wir finden, das klingt super! Ab auf die Couch und endlich einmal so viel schlafen, wie wir möchten. Doch für viele ist Schlaf ein echtes Problem. Wir haben für Sie, gemeinsam mit unserem Experten Prof. Dr. Jürgen Zulley, 5 Tipps zusammengestellt, die für eine erholsame Nachtruhe sorgen.

schlafende Frau

Laut einer aktuellen Studie der Apothekenrundschau leidet über 50 Prozent der deutschen Bevölkerung an Schlafproblemen. Besonders häufig fällt diesen Menschen das Ein- und Durchschlafen schwer. Die Folgen von Schlafmangel: Tagesmüdigkeit, eine geringere Leistungsfähigkeit und erhöhte Unfallgefahr. Auf Dauer kann also ein Gesundheitsrisiko auftreten, vor allem wenn dauerhafte Schlafstörungen ignoriert werden. Diese

Angenehme Schlafumgebung

Um gut schlafen zu können ist es wichtig, dass es keine Ablenkung in Ihrem Schlafzimmer gibt. Fernseher und Stereoanlage sollten außer Sichtweite stehen, bestenfalls in einem anderen Raum. Ihr Fenster sollten Sie zum Schlafen abdunkeln, sodass Ihr Körper erkennt, dass die Nachtphase beginnt. Haben Sie einen schnarchenden Partner oder eine Baustelle vor der Tür? Dann greifen Sie zu Ohrstöpseln, um absolute Ruhe zu haben. Zu guter Letzt trägt auch die Raumtemperatur zu einem guten Schlaf bei. Optimal sind 16 bis 18 Grad, wobei Sie Ihre Füße immer gut warm halten sollten, denn mit kalten Füßen schläft es sich schlecht.

Prof. Dr. Jürgen Zulley
Prof. Dr. Jürgen Zulley

Professor Doktor Jürgen Zulley ist Professor für Biologische Psychologie an der Universität Regensburg und forscht seit über 35 Jahren im Bereich der Schlafstörungen. Er ist Präsident der Deutschen Akademie für Gesundheit und Schlaf und erhielt im Jahr 2002 den Bayerischen Innovationspreis, für eine von ihm gegründete Schlafschule.

Bewusst ernähren

Wir müssen Sie enttäuschen: Das provisorische Glas Wein vor dem zu Bett gehen, um besser schlafen zu können, bewirkt genau das Gegenteil. Prof. Dr. Zulley: „Der Alkohol entspannt zwar anfangs, aber irgendwann in der Nacht muss der Körper ihn abbauen. Das stört den Schlaf.“ Genauso verhält es sich mit Koffein und schweren Mahlzeiten. Achten Sie deshalb vor dem Schlafen auf leichte Kost und trinken Sie, wenn Sie mögen, einen beruhigenden Tee.

Vorm Schlafen entspannen

Wenn Sie gestresst von der Arbeit kommen, sollten Sie zuerst einmal entspannen, bevor es ins Bett geht. Damit sich Ihr Körper auf die Schlafphase einstellen kann, ist es sinnvoll, zu regelmäßigen Zeiten schlafen zu gehen. Für ein besseres Einschlafen ist es außerdem gut, regelmäßig Sport zu treiben, damit Ihr Körper ermüdet.

Persönliches Schlafbedürfnis

Wichtig ist, dass Sie nicht krampfhaft versuchen, eine bestimmte Dauer oder zu einer bestimmten Zeit zu schlafen. Jeder Mensch hat ein individuelles Schlafbedürfnis, das normalerweise zwischen fünf und neun Stunden liegt. Und Sie sollten sich, wenn Sie häufiger in der Nacht aufwachen, auf keinen Fall unter Druck setzen. Prof. Dr. Zulley: „Sie denken zum Beispiel, ihr Schlaf sei gestört, weil sie nicht die ganze Zeit durchschlafen können. Dabei ist es ganz normal, bis zu 28-mal nachts wach zu werden.“

Ärztlicher Rat

Bei ab und zu auftretenden Schlafstörungen, müssen Sie nicht sofort zum Arzt gehen. Wichtig ist aber, dass Sie, sobald Sie merken, dass Ihre Schlafstörung länger als vier Wochen anhält und Sie dadurch wirklich im Alltag beeinträchtigt sind, einen Arzt aufsuchen. Gefährlich sind auch nächtliche Atemaussetzer. Fragen Sie spätestens dann bei Ihrem Arzt nach.

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