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Tipps & Therapien Nie wieder Nackenschmerzen

Schluss mit verspanntem Büro-Nacken und nervigem Schulterzwicken: Drei neue Methoden können den Schmerz wirklich stoppen und machen schön locker.

Frau, Nackenschmerzen

Heimlich nennen viele Orthopäden Nackenverspannungen „Eva-Schmerzen“. Denn diese typisch weiblichen Beschwerden ärgern mindestens jede zweite Frau ab 30. In mehr als 40 Prozent der Fälle sitzt ihnen buchstäblich Stress im Nacken, der aus der Seele kommt – Liebeskummer, Überforderung, Sorgen wegen der Kinder. Gerade haben die Forscher auch Östrogen und Progesteron als Nackenkiller entlarvt. Sie beeinflussen Schmerznetzwerke im Gehirn und machen besonders sensibel für einen wehen Nacken. Drei neue Methoden sagen verspannten, schmerzenden Muskeln den Kampf an – mit Erfolg und verblüffend einfachen Wirkmechanismen.

SCHMERZ EINFACH WEGSCHNIPPEN

Den Spannungsschmerz im Nacken mit dem Mittelfinger wegschnicken – das heißt Atlastherapie. Den blitzschnellen, schmerzlosen Impuls setzt der Therapeut an den Seitenfortsätzen des obersten Halswirbels (Atlas, griech. Träger). Muskeln und Bindegewebe um ihn herum sind dicht mit Nerven versorgt. Ihre „Fühler“ (Rezeptoren) haben Kontakt zu Gehirnzentren, die u. a. Muskeln steuern und Schmerzsignale verarbeiten.

„Bei Schmerzen und Verspannungen werden falsche Informationen an das Gehirn gesandt“, erklärt Dr. Klaus Dörhage, Arzt für Allgemein- und Manuelle Medizin in Kiel. Beim wohl dosierten, punktgenauen Fingerschnippen entsteht durch den ultrakurzen Dehnreiz auf die Nackenrezeptoren sofort ein anderes Wahrnehmungs- und Informationsbild. Dörhage: „So gelingt es der Atlastherapie, die fehlerhafte Informationsverarbeitung zu normalisieren“ – schmerzhafte Verspannungen lösen sich. Eine einzelne Behandlung kostet ca. 25 Euro, die die Kassen nicht übernehmen. Mehr Infos auf www.aegamk.de.

ATLAS-THERAPIE Ultrakurzer Dehnschmerz durch Fingerschnippen – die meisten Patienten brauchen mindestens drei Behandlungen.