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Lasermedizin Moderne Lasertechnik

Wieder scharf sehen, weg mit Krampfadern und Narben: Die moderne Lasermedizin setzt sich gegen herkömmliche Behandlungen durch – dank großer Heilerfolge bei oft nur geringen Nebenwirkungen.

Nackte Frau

Fast an jeder dritten Straßenecke wird heute gelasert, was die Steckdose hergibt. Tatsächlich verzeichnet die Lasertherapie oft große Erfolge – aber nur, wenn ein erfahrener Operateur dahintersteht. VITAL beschreibt die wichtigsten Lasertherapien, wie sie funktionieren, was sie kosten. Und sagt, ob die Krankenkassen den Eingriff zahlen.

Kurzcheck

Wie erkenne ich, ob ein Arzt gut lasern kann? 

JA: Nimmt er sich lange Zeit für ein ausführliches Beratungsgespräch?

JA:Informiert er Sie dabei umfassend über den Ablauf des Eingriffs?

JA: Klärt er Sie gründlich über Komplikationen und Risiken auf?

JA: Sagt er Ihnen, mit welchem Erfolgsergebnis Sie rechnen können?

JA: Erkundigt er sich danach, welche Vorerkrankungen Sie hatten?

JA: Fragt er nach vererbbaren Krankheiten in Ihrer Familie?

JA: Sagt er Ihnen, wie oft er den Eingriff schon durchgeführt hat?

Auswertung: Bei einem seriösen Experten sollten Sie 7-mal mit „Ja“ geantwortet haben. Fragen Sie ihn zusätzlich, wo er seine Qualifikation erworben hat und ob er einer Fachvereinigung angehört.

Bandscheibenprobleme

Jeder zweite Deutsche hat es mit den Bandscheiben, pro Jahr wird rund 70 000-mal operiert. Ursache ist meist eine einseitige Belastung oder eine Schwäche der Rückenmuskulatur.
So funktioniert’s: Um die Nerven im Wirbelkanal nicht zu schädigen, wird ein hochpräziser Holmium-YAG-Laser eingesetzt. Der Arzt schiebt den Laser unter örtlicher Betäubung durch einen Minischnitt zur beschädigten Bandscheibe vor. Dort schrumpft er ihren Gallertkern so lange durch Lichtblitze, bis er nicht mehr auf die Nerven drückt. Der 30-Minuten-Eingriff eignet sich aber nur für frische, leichtere Bandscheibenvorfälle.
Erfolg: Etwa 70 Prozent der Patienten leben danach wieder schmerzfrei.
Kosten: Die Kassen zahlen.

Fehlsichtigkeit

Erworbene Kurzsichtigkeit entsteht meist durch zunehmende „Naharbeit“ des Auges, etwa durch Lesen. Dadurch stieg die Zahl der „Maulwürfe“ seit 1968 um das Dreifache auf heute über 50 Millionen. Und im Alter wird fast jeder dazu noch weitsichtig.
So funktioniert’s: Am häufigsten wird die Lasik-Methode (lat.: „Laser In Situ Keratomileusis“ = „Umformung der Hornhaut durch Laserenergie im Gewebe“) eingesetzt. Unter örtlicher Betäubung wird die oberste Schicht der Hornhaut abgetrennt und wie eine Art Deckel aufgeklappt. Auf der schmerzunempfindlichen Hornhaut darunter trägt der Laser einen vorher exakt berechneten Teil ab. Die Fehlsichtigkeit wird so in wenigen Sekunden korrigiert.
Erfolg: Über 90 Prozent der Patienten können bereits vier Tage später wieder störungsfrei sehen. Geeignet für Kurzsichtige bis –10 und Weitsichtige bis +4 Dioptrien.
Kosten: pro Auge 800 bis 1200 Euro. Die Kassen zahlen nicht.

 

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Autor:
Dorothea Palte