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24 Mythen der Medizin Medizinische Märchen

Kortison ist Gift für mich und Pilze darf ich nicht wieder aufwärmen. Stimmt das? Diese und andere Behauptungen halten sich hartnäckig. In manchen steckt ein Fünkchen Wahrheit, andere sind inzwischen überholt oder waren schon immer Humbug. 24 Mythen, die Sie getrost vergessen können.
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  1. Rotwein fördert den Schlaf Ein Irrglaube, auf dem immer noch viele beharren. Möglich, dass manche nach dem Genuss von einem bis zwei Gläsern Rotwein am Abend schneller einschlummern. Doch ein wirklich erholsamer Schlaf stellt sich nicht ein. Denn sinkt die Alkoholkonzentration im Blut, startet der Körper Weckimpulse. Und die unterbrechen die für die Regeneration so wichtige Tiefschlafphase. 
  2. Wunden heilen am Besten an der frischen Luft Falsch. Unter einem Pflaster bleibt die Verletzung feucht. Trocknet die Stelle aus, bildet sich ein dicker Schorf, unter dem die Wunde länger braucht, um abzuheilen.
  3. Bei Nasenbluten den Kopf in den Nacken legen Im Gegenteil: Den Kopf am besten nach vorn beugen, damit das Blut abfließen kann und nicht verschluckt wird. 
  4. Stillende Frauen können nicht schwanger werden Eine sehr riskante Verhütungsmethode. Es stimmt, dass sich bei Stillenden der Prolaktin-Spiegel im Blut erhöht. Dieses Hormon kann den Eisprung hemmen. Aber eine Garantie dafür bekommen Sie nicht. 
  5. Herzinfarkt betrifft hauptsächlich Männer Männer sterben am Herzinfarkt, aber Frauen doch nicht? Leider falsch. Bei Frauen steht diese Todesursache hierzulande sogar seit Jahren auf Nummer eins, noch vor Krebs. Das liegt vor allem daran, dass er sich mit unspezifischen Symptomen bemerkbar macht, z. B. Beschwerden im Oberbauch, Übelkeit, Kurzatmigkeit. Die berühmten Schmerzen im linken Arm melden sich typischerweise bei Männern. Für Frauen kommt daher Hilfe oft zu spät. 
  6. Krummes Sitzen schadet dem Rücken Das hieße ja, wer immer schön gerade sitzt, bleibt von Rückenproblemen verschont. Stimmt aber nicht. Für den Rücken ist jede statische Haltung ungünstig, und jeder Positionswechsel tut gut. Im Büro die Rückenlehne Ihres Schreibtischstuhls etwa auf 135 Grad kippen. Diese Haltung belastet die Wirbelsäule am wenigsten.
  7. Zahnbeläge gehen im Alter nicht mehr weg Im Zuge des natürlichen Alterungsprozesses wird der weiße Zahnschmelz immer dünner und das darunter liegende gelbe Zahnbein (Dentin) scheint durch. Mit Ablagerungen hat das nichts zu tun.
  8. Pickel kommen von zu viel Schokolade Keine Studie belegt den Zusammenhang von Ernährung und Hautunreinheiten. Vielmehr entstehen die Mitesser und entzündlichen Pusteln durch eine erhöhte Talgproduktion. Und die unterliegt schlicht und einfach den Hormonen.
  9. Vegetarier brauchen gar kein Vitamin B mzuzuführen, weil das in unserem Dickdarm gebildet wird Vitamin B12 kommt praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vor. Um keinen Mangel zu entwickeln, sollten Vegetarier und vor allem Veganer daher auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. Zwar sitzen Mikroorganismen, die das Vitamin produzieren, tatsächlich auch im Dickdarm, doch wir scheiden es ungenutzt wieder aus. Denn nur bestimmte Stellen in den Schleimhäuten von Mund und Dünndarm können Vitamin B12 auch absorbieren. Wir müssen es also oral zu uns nehmen.
  10. Allergiker müssen auf Haustiere verzichten Nicht die Haare, sondern gewisse ihnen anhaftende Proteine plagen Allergiker. Sie werden durch Speichel übertragen, die Intensität unterscheidet sich je nach Rasse. Am Besten, Sie probieren im direkten Kontakt mit einem ausgewachsenen Tier (klappt nicht bei Welpen oder Katzenjungen), ob Reaktionen auftreten. Besonders allergenarm: Labradoodle-Hunde, German-Rex-Katzen.
  11. Bleistiftkauen führt zur Bleivergiftung Wir können Entwarnung geben: Der giftige Stoff Blei kam nie in Schreibminen zum Einsatz. Für die Schwarzfärbung sorgt stattdessen Grafit. Der kristallisierte Kohlenstoff birgt für den menschlichen Organismus keine Gefahr. Das Nagen am Stift bleibt dennoch eine schlechte Angewohnheit.
  12. Nur Sportler brauchen Magnesium, um Krämpfe zu vermeiden Magnesium beteiligt sich an vielen Körperprozessen, nicht nur an den muskulären. So weisen beispielsweise Migränepatienten häufig einen niedrigen Magnesiumspiegel auf. Auch Diabetiker profitieren von einer verstärkten Aufnahme. Den Tagesbedarf decken Sie mit 375 mg (z. B. „Magnetrans ultra“, in Apotheken).
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