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Hotels als Gesundheitszentren Medical Wellness

Der neueste Trend im Spa-Business heißt Medical Wellness. Beauty-Farm mit Belastungs-EKG oder Dampfbad kombiniert mit Darmkrebs-Test – das Hotel wird zum Gesundheitszentrum. Im VITAL-Talk diskutierten fünf Experten: Ist das seriös?

Ein Blutbild mal eben im Hotel machen lassen – will man das? Ja, davon ist der Deutsche Medical Wellness Verband (DMWV) mit Sitz in Berlin überzeugt. Er hilft Wellness-Hotels, Kur- oder Heilbädern, die alle gegen sinkende Gästezahlen kämpfen, ihr Image mit neuer „Wohlfühl-Medizin“ aufzupolieren. Aber bleibt die Arztpraxis nicht der bessere Ort für Vorsorge? Wir baten fünf Experten zum VITAL-Talk.

VITAL: Knapp 80 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff „Medical Wellness“ nichts anfangen, ergab eine Studie der Universität Greifswald. Wörtlich übersetzt, bedeutet er: „medizinisches Wohlfühlen“. Das klingt widersprüchlich. Was genau ist damit gemeint?
LUNGWITZ
: Unser Verband definiert Medical Wellness als gesundheitswissenschaftlich begleitete Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität und des subjektiven Gesundheitsempfindens. Es handelt sich also um medizinische Wohlfühl-Angebote im Sinne einer wirksamen Vorsorge.

Lutz Lungwitz

Lutz Lungwitz, Erster Vorsitzender des Deutschen Medical Wellness Verbands (DMWV)

Das hört sich für uns immer noch sehr schwammig an.
Nun ja, weil dieser Begriff so komplex ist, sind die Diskussionen um seine korrekte Definition in unserem Verband noch immer in vollem Gang. Wir haben ihn noch nicht hundertprozentig erfasst.

Mit anderen Worten: Sie wissen selbst nicht, was Sie damit meinen.
Doch! Medical Wellness steht eindeutig für ärztlich begleitete Wohlfühl-Maßnahmen. Die haben jedoch, das muss ich an dieser Stelle betonen, nichts mit Krebsvorsorge oder ähnlichen medizinischen Untersuchungen zu tun.

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