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Hilfe für die Haut

Moderner Lebensstil, zu viel Stress und Schadstoffe: Unsere Schutzhülle leidet unter Dauerbeschuss von Außen. Aber es gibt Hilfe für das wichtige Organ.

Keine anderen Krankheiten haben in Europa so rasant zugenommen wie Hautleiden. Die Zahl der Neurodermitiker steigt jedes Jahr um 10 Prozent. Jährlich erkranken zwischen 15 000 und 20 000 Menschen an Ekzemen oder Hautallergien. Ausgelöst durch Giftstoffe im Job oder Schadstoffe im Haushalt. Der Haut-Experte Prof. Dr. Thomas L. Diepgen vom Institut für Sozialmedizin der Uni Heidelberg warnt: „Schon ein Drittel der Bevölkerung leidet heute unter Hautkrankheiten, die behandelt werden müssten. Davon werden aber nur 20 Prozent aus dermatologischer Sicht optimal versorgt.“

Körpereigene Klimaanlage

Gesunde Haut ist lebenswichtig, denn unsere strapazierfähige Hülle ist ein hochspezialisiertes Organ – genau wie Leber oder Niere. Sie hält z. B. die Körpertemperatur konstant auf 36,5 Grad. Bei tropischer Hitze schwitzt sie und kühlt auf diese Weise durch Verdunstungskälte. Bei frostiger Kälte wiederum lässt sie die Körperhärchen sich zu einer „Gänsehaut“ aufrichten, um ein isolierendes Luftpolster zu schaffen. Und sie verengt die Blutgefäße, um eine Auskühlung zu verhindern. Als Schutzhülle hält sie den ganzen Körper zusammen und federt Stöße ab. Ihr Säureschutzmantel blockt schädliche Substanzen aus der Umwelt ab. Gleichzeitig speichert sie Wasser und Blut sowie Energie in Form von Fettgewebe. Darin befinden sich fettlösliche Vitamine wie E und A oder Hormone wie das Östrogen.

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Autor:
Dorothea Palte