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Körper Verblüffende Geheimnisse unseres Körpers

Wir leben Tag für Tag mit ihm und kennen ihn doch so wenig. Ein britischer Professor hat jetzt ein paar verblüffende Geheimnisse unseres Körpers gelüftet.
Frau mit Afro

Warum haben wir nur auf dem Kopf so viele Haare?

Das scheint nur so, denn wir besitzen etwa so viele Haare am ganzen Körper wie ein Schimpanse. Aber: Der Großteil von ihnen ist so flaumig fein und winzig, dass wir ihn kaum wahrnehmen. Anders sieht’s auf unserem Kopf aus. Da wachsen die „drahtigsten“ Exemplare. Und dann auch noch solche, die im Gegensatz zur restlichen Körperbehaarung keine Maximallänge kennen, sondern munter weiter wachsen, wenn wir sie nicht abschneiden. Mit den ersten Kleidern, die unsere Vorfahren trugen, wurde die wärmende, fellähnliche Körperbehaarung überflüssig.
Das Gehirn jedoch, unser zentrales Lebensorgan, musste unbedingt weiter sicher vor Kälte und Hitze geschützt werden. Also blieb die dichte Haarpracht oben bestehen.

Übrigens, wenn wir uns gruseln, stehen uns gern mal „die Haare zu Berge“ – ein reflexartiges Überbleibsel aus grauer Vorzeit: Wie bei vielen Säugetieren plusterte auch der Vormensch unwillkürlich das „Fell“ auf, wenn er sich bedroht fühlte. Damit wollte er größer und gefährlicher rüberkommen – und so seinen potenziellen Feind einschüchtern und in die Flucht schlagen.

Warum fluchen wir laut, wenn wir uns wehgetan haben?

Den Finger mit dem Hammer erwischt, das Küchenmesser in die Handfläche geritzt – autsch! Da hagelt es bei vielen von uns deftige, oft wenig salonfähige Schimpfwörter. Das clevere Phänomen, das hinter diesem Reflex steckt, wurde erst 2009 entdeckt: In einer Studie mit 64 Studenten untersuchten britische Forscher, wie „Rohrspatz-Schimpfen“ die Herzfrequenz sowie die Toleranz und Wahrnehmung von Schmerzen beeinflusst.
Dazu sollten die Testpersonen ihre Hand so lange wie möglich in Eiswasser halten. Währenddessen durften sie im Dauertakt Schimpfwörter ihrer Wahl wiederholen. Das Fluchen half den Studenten, die Schmerzen länger zu ertragen. Und sie empfanden weniger Schmerzen. Auch ihre Herzfrequenz stieg deutlich an.

Fluchen ruft also tatsächlich eine messbare physische Antwort des Körpers hervor. Vermutlich aktiviert es eine natürliche Stressreaktion des Körpers – die Flucht- oder Abwehrreaktion –, welche die Angst vor Schmerzen hemmt und die Schmerzwahrnehmung herabsetzt.  Dabei veranlasst das Gehirn die Freisetzung von Adrenalin, das unter anderem die Herz- und Atemfrequenz, die Muskelspannung und den Blutzuckerspiegel erhöht.

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Autor:
Susanne Schütte