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Schönheit um jeden Preis Gefahren in der ästhetischen Chirurgie

Im Namen der Schönheit werden Nabel normiert, Hände geliftet, Pos auf knackig getrimmt. Einige Beauty-OPs sind fragwürdig – mit geringem Nutzen und hohem Risiko.

Sich per Spritze oder Skalpell schön machen lassen: Trotz Wirtschaftkrise und chronischer Ebbe im privaten Portemonnaie haben ästhetisch-plastische Eingriffe ungebrochen Konjunktur. Allein zwischen 1993 und 2008 hat sich die Zahl der Beauty-OPs um das Sechsfache erhöht. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie in Berlin legten sich allein im vergangenen Jahr 400 000 Deutsche für die „Operation Schönheit“ unters Messer. Zu 80 Prozent waren es Frauen, zu einem Viertel sogar Teenager zwischen 15 und 25 Jahren. Und auf der Straße befragt, wäre jeder zweite Bundesbürger nicht abgeneigt, sich operieren zu lassen. Auch dann nicht, wenn er dafür eine Vollnarkose und ein paar Tage Klinik hinnehmen müsste.

ADRESSEN & INFOS

Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e. V., Königsteiner Str. 55 a, 65812 Bad Soden, Tel. 0 61 96/6 52 49 23, www.gacd.de

Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch- Plastische Chirurgie e. V., Bergmannstr. 102, 10961 Berlin, Tel. 0 30/8 87 10 22 00, www.dgaepc.de.

Ohren anlegen, Lider straffen, Fett absaugen, die Nase korrigieren, Falten wegspritzen – das sind die ganz normalen Wünsche der Patienten, die Basics der ästhetischplastischen Chirurgie. Aber seit ungefähr fünf Jahren werden sie immer exotischer, die Einschnitte in den Körper, immer haarsträubender – und immer fragwürdiger. Da werden im großen Stil Schamlippen mädchenhaft gekürzt, Pos mit dem Skalpell knackig geshaped oder Nabel fürs Bauchfrei-Top straff auf Mitte gesetzt. So manche Schönheitschirurgen machen für Geld alles möglich. Ohne den Risiko-Nutzen-Faktor des Eingriffs, ohne die Gesundheit des Patienten im Blick zu haben. Hier die fünf wahnsinnigsten, nicht zu empfehlenden Schönheitsoperationen.  

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Autor:
Susanne Schütte