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Körperliche Phänomene Entdeckungsreise: Körper

Verliebte haben Schmetterlinge im Bauch, beim Baden werden Hände und Füße runzelig. Warum das so ist, erklärt eine kleine Entdeckungsreise durch den Körper.

Körper

Wieso weiten sich unsere Pupillen, wenn wir Angst haben?

Bei zunehmender Dunkelheit werden die Pupillen größer, um möglichst viel Licht in die Augen zu lassen. Unser vegetatives Nervensystem steuert das ganz automatisch, ohne unseren Willen. Es wird aber auch bei so intensiven Gefühlen wie Angst, Wut, Erstaunen oder heftigem Erschrecken aktiv.
Die Folge:
Reflex artig reißen wir die Augen weit auf, und die Pupillen weiten sich. Gesteuert wird diese Reaktion von Stresshormonen wie Adrenalin oder Cortisol.

Warum klappt Kitzeln nur zu zweit?

Kitzeln ist kein Scherzartikel der Natur, sondern wichtige Komponente eines archaischen Alarmsystems des Körpers. Ein Beispiel: Krabbelt eine Vogelspinne an unserem Arm hoch, lösen ihre kitzeligen Krabbelbewegungen bei uns einen heftigen Abwehr-Reflex aus. Wir schütteln sie in hohem Bogen von unserem Arm – und schützen uns so vor ihrem giftigen Biss. Ein Kitzelgefühl braucht den Überraschungsmoment, um zu funktionieren. Der fehlt aber, wenn ich mich selbst kitzele. Denn bevor ich das tue, habe ich ja schon längst darüber nachgedacht.

Warum steckt Gähnen an?

Mit Sauerstoffmangel hat Gähnen nichts zu tun. Es ist ein uraltes zwischenmenschliches Signal, das die Zugehörigkeit zu einer Gruppe anzeigt. Das erklärt auch seine ansteckende Wirkung. Bei Pavianen wurde beobachtet: Fängt ein Affe aus der Gruppe abends an zu gähnen, machen es ihm alle anderen nach.
Das Signal sagt deutlich: Jetzt ist Schlafenszeit. Da Urzeit-Menschen in ähnlichen Gruppen zusammenlebten, ist das Gähnen wohl ein rituelles Überbleibsel.

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Autor:
Dorothea Palte