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Trinken Alles über's Leitungswasser

Viele von uns trinken das Wasser, wie’s aus dem Hahn kommt, andere schwören darauf, es vorher zu filtern. Was bringt ein Wasserfilter? Und: Brauchen Sie überhaupt einen? VITAL liefert die Antworten.

Trinkende Frau

Seit sie auf dem Lande außerhalb von Hamburg wohnt, trinkt sie eine kräftigere Teesorte, erzählt eine Kollegin – weil dort das Wasser einen anderen Härtegrad hat, der den Geschmack beeinträchtigt. Eine andere klagt über die ständig wiederkehrenden Kalkablagerungen in ihrem Wasserkocher. Zwei Effekte eines Lebensmittels: Trinkwasser.

64 Prozent der Deutschen trinken es täglich – weil es herrlich erfrischend schmeckt, nicht viel kostet, zu jeder Zeit wie selbstverständlich aus dem Hahn fließt und obendrein streng kontrolliert wird. Das bestätigt der aktuelle Bericht zur Trinkwasserqualität des Bundesministeriums für Gesundheit und des Umweltbundesamtes. Gleichzeitig unterscheidet sich Trinkwasser je nach Region in puncto Geschmack und Inhaltsstoffe – mit ein Grund, warum so viele Menschen Wasserfilter benutzen.
In den vergangenen fünf Jahren stieg ihre Zahl noch mal deutlich an. Aber was bringen Wasserfilter wirklich? Können sie Schadstoffe vollständig und nachhaltig aus unserem Leitungswasser entfernen?
Grundsätzlich sind zwei unterschiedliche Systeme auf dem Markt: Tisch- bzw. Kannenfilter und Einbaufilter.

Tischfilter: der kleine Helfer

Für viele ist der Tisch- oder Kannen- filter (z.B. von Brita) seit Teestubenzeiten ein alter Bekannter. Er funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Das frische Leitungswasser wird direkt aus dem Hahn in ein Gefäß gefüllt. Darin fließt es durch ein Filterelement mit Aktivkohle. In einem Arbeitsgang kann so ein Gerät etwa anderthalb Liter Wasser filtern und dabei Kalk und geschmacksverändernde Stoffe, zum Beispiel Chlor, entfernen. Das verbessert den Geschmack.
Aber:
Schadstoffe wie Bakterien, Viren oder Chemikalien kann so ein Filter nicht beseitigen. Auch Blei oder Kupfer, das möglicherweise aus alten Rohrleitungen im Haus ins Wasser gelangt, werden nur zu einem sehr geringen Teil herausgefiltert.

Filter mit Mehrwert

Noch relativ neu sind Tisch- bzw. Kannenfilter, die nicht nur unerwünschte Stoffe aufnehmen, sondern über den Filter gleichzeitig Mineralien an das Wasser abgeben (z.B. der Kannenfilter von BWT), etwa Magnesium. Das soll einerseits den Geschmack des Wassers verbessern und andererseits, wie eine Mineralstofftablette, ein Plus für die Gesundheit bringen. Kannenfilter kosten je nach Marke und Funktion 20 bis 50 Euro.

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