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Aromatherapie Warum wirkt Aromatherapie

Erstaunlich: Es beginnt lange vor der Geburt.

Aromatherapie

Sie müssen nur daran glauben, dann wirkt es. Dieser Satz gilt nicht für Aromatherapie. Sondern das Gegenteil: Selbst wenn Sie nicht daran glauben, wirkt sie. Denn die Nase ist das einzige Sinnesorgan, das seine Impulse direkt ins Gehirn leitet, ohne dass andere Nervenzellen zwischengeschaltet sind. Im limbischen System, dem Sitz der Emotionen, wird sofort über die eintreffende Duftinformation ein Gefühl erzeugt. Dies geschieht unkontrolliert, denn wenn wir den Duft riechen, ist er schon im Gehirn angekommen und hat dort Freude oder Entspannung, Angst oder Ekel ausgelöst.

Das Leben beginnt duftend

Wie stark Düfte uns Menschen steuern, beweist unsere Entstehungsgeschichte: Dort, wo Eizelle und Spermien sich finden müssen, weisen Duftstoffe den Weg. Erst vor wenigen Jahren wurde an der Ruhr-Universität Bochum entdeckt, dass jede reife weibliche Keimzelle einen maiglöckchenartigen Duft aussendet. Den erkennen die männlichen Samenzellen ähnlich wie die Riechzellen unserer Nase und finden ihr Ziel. Etwas nicht so Duftes passiert Frauen, die mit der Pille verhüten. Unter dem Einfluss der Hormone wählen sie manchmal Partner, die sie eigentlich nicht riechen können. Im Versuch mit Trennungspaaren stellte sich heraus, dass Frauen den Geruch des Partners nach Absetzen der Pille negativer wahrnahmen.

Sympathie wecken

Wer hingegen mittels Duft anderen gefallen möchte, liegt laut Diplom-Aro- matherapeutin Eliane Zimmermann mit Vanille richtig: „Kaum jemand wird von echtem Vanilleduft nicht tief berührt. Kein Wunder: Dieser Duft ist schon in der Muttermilch nachweisbar.“ Und in den 1970er-Jahren konnten Forscher die keimtötende Wirkung von ätherischen Ölen nachweisen – mit denselben standardisierten Tests wie für Antibiotika.

Also: Warum die nächste Krankheit nicht mit unseren Rezepten behandeln?

 

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