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Gesundheit Welt der Wunder - Amerika

Als das älteste Gewerbe gilt – genau: die Heilkunde. Die ersten Heiler konnten Arzneimittel nur aus den Kräutern, Blüten und Blättern herstellen, die sie in ihrer Umgebung fanden. Heute steht uns in puncto Heilpflanzen die ganze Welt offen. Also zapfen wir auch das uralte Heilwissen anderer Kontinente und Kulturen an. Ihre Rezepte haben längst den Weg in unsere Apotheken gefunden. vital zeigt die besten Beispiele.
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Zaubernuss

Fördert die Wundheilung.

HEIMAT: Der Hamamelis-Strauch stammt aus den Appalachen, dem bewaldeten Mittelgebirge Nordostamerikas. Schon die dort ansässigen Cherokee nutzten die wundheilende Wirkung des Extraktes aus Blättern und Zweigen.

VERWENDUNG: Neben dem heilenden Effekt auf Wunden wirken die Inhaltsstoffe, vor allem Gerbsäure, Saponine und Flavonoide, juckreizstillend. Das mildert entzündliche Hautreaktionen. Hauptsächlich wird Hamamelis äußerlich in Form von Salben oder Cremes angewendet (z. B. in „Posterine“, in Apotheken).


Brechwurzel

Bei Übelkeit und Bronchitis.

HEIMAT: Die tropische Pflanze (Carapichea ipecacuanha) wurde einst in den Regenwäldern von Mittel- und Südamerika entdeckt.

VERWENDUNG: Aus der giftigen Wurzel stellten Ärzte im Mittelalter ein Brechmittel her. Heute wirkt eine homöopathische Dosis Ipecacuanha (z. B. in „Bronchikatt“, in Apotheken) wohltuend bei Übelkeit, Erbrechen und starkem Krampfhusten – getreu dem Leitsatz „Gleiches mit Gleichem behandeln“.


Goldrute

Spült die Harnwege.

HEIMAT: Ihr Verbreitungsgebiet, ursprünglich Kanada, hat die Goldrute (Solidago virgaurea) mittlerweile bis nach Europa ausgedehnt. Sie wächst in Gärten, an Wald- und Wegesrändern.

VERWENDUNG: Die heilende Wirkung dieser Pflanze beruht auf der idealen Kombination ihrer Inhaltsstoffe: Flavonoide, Saponine und Glykoside. Gemeinsam regen sie die Nieren an, vermehrt Wasser auszuscheiden, was die Harnwege besser durchspült. In der Folge heilen Blasenentzündungen schneller ab (z. B. in „Cysto Fink Mono“, in Apotheken).


Sauerkirsche

Schenkt erholsamen Schlaf.

HEIMAT: Rund um den Michigansee in den USA entstand Mitte des 19. Jahrhunderts das Hauptanbaugebiet der Montmorency-Sauerkirsche.

VERWENDUNG: Die gesundheitsfördernde Kraft der Sauerkirsche wird seit mehr als 20 Jahren intensiv erforscht. Dabei kam heraus, dass die spezielle Sorte „Montmorency“ verglichen mit anderen Sauerkirschen einen sechsfach höheren Melatonin-Gehalt aufweist. Dieses Hormon steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und unterstützt so die gesunde Nachtruhe. Auch bei Gicht zeigt sich eine positive Wirkung, weil der Saft den Harnsäurewert senkt (z. B. „Cherry-Plus“, in Apotheken).


Passionsblume

Löst Ängste und lindert nervöse Unruhe.

HEIMAT: Ursprünglich stammt die Kletterpflanze (Passiflora incarnata) aus dem Südosten der USA. Sie wächst aber inzwischen auf der gesamten Welt.

VERWENDUNG: Bereits die amerikanischen Ureinwohner erkannten die beruhigende Wirkung. Passionsblumenkraut-Extrakt (z. B. in „Pascoflair“, in Apotheken) wirkt über den Neurotransmitter GABA und zeigt ähnliche Effekte wie chemische Angstlöser aus der Gruppe der Benzodiazepine. Der entspannende Einfluss auf das Nervensystem konnte in mehreren Studien nachgewiesen werden.

 

 

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