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Schnelle Hilfe bei Erkrankung Masern - Symptome und Behandlung

Typisch für Masern ist der rote, fleckige Ausschlag auf der Haut - auch gerötete und tränende Augen können Symptome für den Virus sein. Wir sagen Euch, wie Ihr die Ursachen für die Virusinfektion umgehen könnt und was hilft, wenn die Krankheit Euch oder Eure Kinder erwischt hat.

Masern Symptome und Behandlung

Was sind Masern?

Die Erkrankung mit Masern wird durch Viren ausgelöst. Die Krankheit ist hoch ansteckend und sollte keinesfalls als harmlose Kinderkrankheit abgetan werden. Denn etwa jeder zehnte Betroffene leidet unter schweren Komplikationen. In Deutschland ist die Rate an Infektionen durch Impfungen in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Grund: Die Viren können ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen werden. Fast jeder Kontakt zwischen einer nicht geimpften Person und einem Erkrankten führt zu einer Ansteckung, selbst aus mehreren Metern Entfernung. Eine Ansteckung lässt sich also kaum vermeiden. Die Masernviren werden, wie viele andere Krankheiten, durch Tröpfcheninfektion auf Erwachsene und Kinder übertragen.

Ist ein Erwachsener oder ein Kind erkrankt, sollten die Symptome geklärt werden. Denn Masern ähneln anfänglich sehr stark der Kinderkrankheit Windpocken. Klärt ab, ob Ihr oder das erkrankte Kind gegen den Virus geimpft seid. Ist dies nicht der Fall und die anfänglich kleinen, roten Pusteln werden zu größeren Flächen und heftiges Fieber tritt auf, könnt Ihr davon ausgehen, dass es sich um die Erkrankung Masern handelt.

Symptome und Anzeichen der Maserninfektion

Seid Ihr oder Euer Kind mit dem Masernvirus in Kontakt gekommen, heißt es abwarten, denn der Virus kann bis zu zwölf Tagen im Körper schlummern. Ansteckend ist die Masernerkrankung bereits ab dem Auftreten erster Symptome bis hin zum vollständigen Abklingen. Zu Beginn des Infekts zeigen sich Beschwerden wie hohes Fieber, Husten, Erbrechen, Durchfall sowie Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und der Bindehaut. Zu den typischen Symptomen gehören auch kleine, weiße Flecke auf der Mundschleimhaut. Diese Anzeichen können leicht mit einer Influenza oder heftigen Erkältung verwechselt werden. Denn erst nach einigen Tagen bildet sich der typische Ausschlag, der im Gesicht und hinter den Ohren beginnt und sich dann über den ganzen Körper ausbreitet. Der Ausschlag geht mit einem erneuten ansteigern vom Fieber und starkem Juckreiz einher. Eine Besserung ist in Sicht, wenn sich die roten Flecken drei bis fünf Tagen zurückbilden und das Fieber erneut sinkt. 

Diagnose und Behandlung

Deuten die Anzeichen auf eine Infizierung hin, solltet Ihr auf jeden Fall vorab Euren Arzt telefonisch informieren und einen Termin für eine Untersuchung vereinbaren, damit Zweiterkrankungen ausgeschlossen werden können. Bei hohem Fieber helfen fiebersenkende Arzneien. Auch ein Wadenwickel kann das hohe Fieber senken. Hausmittel wie selbst gemachte Hustentees oder Hustensäfte mildern den Husten. Bei einer Bindehautentzündung verordnet der Arzt meist Augentropfen zur Schmerzlinderung. Bei stärkeren Folgeerkrankungen, wie einer Lungen - oder Mittelohrentzündung, hilft oft nur ein Antibiotikum. Bei einer Gehirnhautentzündung muss über eine weitere Behandlung im Krankenhaus nachgedacht werden. Konsultiert in jedem Fall Euren Arzt, dieser wird Euch bei Eurer Genesung helfen.

Zu Hause solltet Ihr Euch dann ordnungsgemäß auskurieren - durch Euer geschwächtes Immunsystem seid Ihr für weitere Infektionen anfällig. Im allerschlimmsten Fall erkrankt Ihr an einer Gehirnhautentzündung oder subakuter Sklerosierender Panenzephalitis (SSPE). Trinkt ausreichend bei einer Erkrankung und wählt natürlich weiche oder schonen gegarte Lebensmittel - so belastet Ihr Eure Mundschleimhaut nicht zusätzlich. Verdunkelt Eure Räume als Schutz für Eure entzündeten Augen. Auch das Vermeiden von TV und Smartphones kann hier unterstützen.

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Nach der Erkrankung an Masern erfolgt eine lebenslange Immunisierung und Ihr müsst Euch nicht mehr impfen lassen. 

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Masern - So schützt Ihr Euch

Um eine Erkrankung zu verhindern, sollten alle Impfungen eingehalten werden. Wenn Ihr Euch unsicher seid, ob der Impfschutz erneuert werden soll, dann wendet Euch einfach an Euren Arzt - ein kurzer Blick in den Impfpass wird hier Klarheit verschaffen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt zur Vorbeugung eine Impfung gegen Masern. Sie soll vorzugsweise mit einem sogenannten MMR-Kombinationsimpfstoff erfolgen, der neben Masern auch vor Mumps und Röteln schützt.

Für Kinder sollte die Impfung in zwei Schritten erfolgen: Erste Impfung im Alter von 11 bis 14 Monaten und die zweite Impfung frühestens 4 Wochen nach der ersten Impfung und spätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres. Erst wenn der Patient zum zweiten Mal geimpft wurde wird der optimale Schutz erreicht. 
Auch im Erwachsenenalter wird eine Impfung empfohlen, wenn gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Masern geimpft wurde. Das gilt auch bei einem unklaren Impfstatus. 

 

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