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energie: beauty Ganz in Weiß

Mit ganzheitlicher Pflege für Zähne und Mundraum schenken Sie sich und anderen Ihr schönstes Lächeln. Außerdem lohnt es sich kurz- und sogar langfristig fürs Wohlbefinden.
Frau lacht mit weißen Zähnen

Verblüffend: Immer noch geben 20 Prozent der Bundesbürger an, nicht zu wissen, wie man seine Zähne richtig reinigt. Und rund jeder Vierte konzentriert sich nur höchst oberflächlich auf die Pflege und „vergisst“ häufiger mal das Putzen! Das ergab eine repräsentative Umfrage der mhplus Krankenkasse. Immerhin wurden Tipps zur Zahnhygiene und -gesundheit von den 1000 Befragten eindeutig gewünscht. Offenbar besteht selbst bei den absoluten Basics noch jede Menge Klärungsbedarf. Das bestätigt auch Dr. med. dent. Ralf Rössler, Zahnarzt und Parodontologe.

Er empfiehlt folgende Routine: „Täglich morgens und abends putzen und dabei an KAI denken.“ KAI steht für die Reihenfolge: erst die Kauflächen, dann die Außenseiten, abschließend die Innenseiten. Aus einem simplen Grund: Wer sich an diese Reihenfolge hält, statt wild hin- und herzufahren, übergeht keinen Zahn. „Danach unbedingt die Zahnzwischenräume mit Interdentalbürstchen und Zahnseide sauber halten. Denn die seitlichen Bereiche, die an die anderen Zähne angrenzen, machen bis zu 40 Prozent der gesamten Zahnoberfläche aus.“

Wie putze ich meine Zähne?

Die ewige Frage, ob per Hand (bevorzugen immer noch 63 Prozent der Deutschen) oder elektrisch, beantworten Ärzte längst eindeutig. Experte Rössler: „Es gibt kein besseres Hilfsmittel bei der Mundhygiene als die elektrische Zahnbürste. Und zwar – da bin ich mit vielen Kollegen einig – mit oszillierend-rotierender Technologie. Die verschiedenen Bewegungsrichtungen brechen den Zahnbelag effektiv auf und wischen ihn gleichzeitig weg.“ Dazu sollte der weiche (!) Bürstenkopf einfach nur an die Zähne gehalten und dann von Zahn zu Zahn geführt werden. Kräftiges Schrubben, wie es viele Handzahnbürsten-Nutzer praktizieren, wirkt kontraproduktiv: Auf gar nicht so lange Sicht putzt man sich das Zahnfleisch weg, die Zahnhälse liegen frei. Inzwischen ersparen uns gute Bürsten sogar etwas Zeit: Galten früher drei Minuten als Pflicht, reichen mit technisch hochbegabtem Reinigungspersonal morgens und abends je zwei Minuten aus. Trotzdem bleiben Rückstände auf Zähnen, Zunge, Zahnfleisch und im übrigen Mundraum zurück. Nur wenn wir uns zeitlebens von Wasser und Gräsern ernähren würden, wäre Mundhygiene überflüssig. Alles andere führt zu Rückständen.

Richtige Zahnpflege ist umfangreich

Manches hinterlässt obendrein deutliche Spuren (Kaffee, Tee, Rotwein, Nikotin), manches weniger sichtbare, aber umso hinterhältigere (Süßes, Obst, industriell gefertigte Lebensmittel mit unzähligen Zusätzen). Wären zuckerfreie Produkte die Lösung? Leider nicht. „Viele Firmen werben mit dem Slogan ‚zuckerfrei‘ auf Gummibären oder Schokolade. Zuckerfrei kann zwar bedeuten, dass ein Produkt auch zahnfreundlich ist, muss es aber nicht. Oft enthalten diese Produkte Frucht- oder andere Zuckerarten, die genauso Karies verursachen wie normaler Haushaltszucker“, erklärt Prof. Dr. Stefan Zimmer, Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und präventive Zahnmedizin an der Universität Witt en/Herdecke. Was Rückstände (der Zahnarzt nennt sie Beläge) so tückisch macht, wird deutlich, wenn wir uns angucken, was sich in unserer Mundhöhle abspielt: Rund zehn Milliarden Bakterien von etwa 700 Arten tummeln sich dort. Idealerweise herrscht ein Gleichgewicht aus freundlichen und weniger angenehmen. Die Bakterien vermehren sich allerdings stark (vor allem die übleren Kandidaten), wenn sie ihre Lieblingsnahrung bekommen, z.B. Zucker, aber auch Chips oder Softdrinks. Wird das süße Angebot nicht bald entfernt, haben die Bakterien genug Zeit, um jede Menge Stoffwechselprodukte zu produzieren, vor allem organische Säuren.

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Autor:
Susanne Opalka