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Energie: Gesundheit Bitte lächeln!

Lebensfreude und gute Laune lassen sich von unseren Gesichtern ablesen. Dabei tragen schöne, gesunde Zähne mehr zu Ihrer Ausstrahlung bei als jedes noch so aufwendige Make-up
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Lust auf ein kleines Experiment? Gehen Sie mal durch die Straßen und lächeln Sie wildfremde Menschen an. Vielleicht gucken ein paar irritiert zurück, aber viel häufiger wird jemand fröhlich zurücklachen. Denn Lächeln steckt an und öffnet jedermanns Herz, auch Ihr eigenes. Zeigen Sie freundlich die Zähne, funkt es gleich eine Gute-Laune-Botschaft ans Gehirn. Wie schade, wenn Sie sich das versagen und nur die Mundwinkel leicht verkniffen nach oben ziehen, weil Sie Ihr Gebiss für nicht vorzeigbar halten. Aber wie bekommen wir gesunde, möglichst weiße und schön gerade stehende Zähne, um entspannt strahlen zu können? Das haben wir uns von dem Bonner Zahnarzt Dr. Björn Eggert erklären lassen.
 

Pflegen

„Wenn wir vernünftig putzen, reicht zweimal am Tag aus“, sagt Dr. Eggert. Vernünftig – das heißt vor allem gründlich. Zuerst die Zwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen reinigen. Danach drei Minuten putzen. Achten Sie darauf, jeden Zahn mit Kau- und Seitenflächen zu erwischen. „Beim Seiten- oder Positionswechsel der Bürste kann es passieren, dass immer der gleiche Zahn übersprungen wird“, erklärt der Experte. Nach seiner Ansicht macht es keinen Unterschied, ob Sie eine Handzahnbürste oder eine elektrische benutzen, vorausgesetzt, Sie haben die Technik drauf. Meist drücken wir allerdings viel zu fest auf. „Den Idealwert von etwa 100 g erreichen Sie schneller als gedacht“, warnt der Zahnarzt. Drücken Sie testweise mit dem Finger auf Ihre Küchenwaage. Eine automatische Andruckkontrolle bei elektrischen Zahnbürsten (z. B. von Oral-B) bannt die Gefahr, sich den Zahnschmelz wegzuschrubben. Neben dem Wie zählt ebenso das Wann. Sofort nach dem Essen zur Zahnbürste zu greifen kann mitunter sogar schaden, denn Säuren in Nahrungsmitteln schwächen den Zahnschmelz. Der Tipp von Dr. Eggert: „Wenn Sie Orangensaft getrunken oder Obst gegessen haben, warten Sie mit dem Putzen lieber 20 Minuten.“ Als sinnvolle Ergänzung hilft eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt, die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleisches zu erhalten. Das belegen immer mehr Studien. Weiterer Vorteil: Sie bekommen dort Tipps zur häuslichen Zahnpflege. Und gönnen Sie sich in regelmäßigen Abständen eine neue Bürste bzw. einen neuen Bürstenkopf. „Nach drei bis vier Monaten lässt die Putzwirkung nach, und die Bakterienbelastung steigt. Spätestens dann sollten Sie wechseln“, rät Dr. Eggert.
 

Aufhellen

Bleaching steht im Ruf, die Zahnsubstanz zu schädigen. Zu Unrecht. „Wir wissen durch zahlreiche Untersuchungen, dass Bleaching die Zähne nicht kaputt macht“, so Dr. Eggert. „24 Stunden später ist die Oberfläche wieder so hart wie zuvor.“ Stark abrasive Zahncremes sind das viel größere Problem. „Vogeldreck auf der Motorhaube würden Sie ja auch nicht mit Wurzelbürste und Scheuermilch behandeln. Dann ist der Fleck zwar weg, der Lack aber auch.“ Ähnlich grob gehen aufhellende Zahncremes vor. Ein Abriebwert (RDA) über 100 gilt als hoch. Besonders sanft (RDA-Wert unter 45) putzt z. B. „Pearls & Dents“ (Apotheke). Es kommt aber immer auf Ihre Zahnsubstanz an und wie oft Sie putzen. Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, welches Produkt er Ihnen empfiehlt. Hartnäckige Verfärbungen und Beläge, die z. B. durch schwarzen Tee, kohlensäurehaltige Getränke, Rotwein oder Nikotin entstehen, verschwinden ohne Bleaching häufig schon durch die professionelle Zahnreinigung. Doch die dunkler werdende Gelbfärbung der Zähne kommt von innen: Das Zahnbein (Dentin) scheint mit zunehmendem Alter immer mehr durch. Wer das nicht hinnehmen möchte, kann durch ein professionelles Bleaching (200 bis 800 Euro) die Zähne um bis zu acht Farbstufen aufhellen lassen, die Wirkung hält etwa zwei bis drei Jahre an. Produkte für den Hausgebrauch schaffen das nicht. Jedoch eignet sich die Prozedur nicht für jeden. „Wer kariöse oder extrem empfindliche Zähne hat, sollte die Finger davonlassen“, warnt der Zahnarzt.
 

Ausrichten

Auch bei Erwachsenen lassen sich Schiefstellungen oder Zahnlücken noch korrigieren. Zwei Systeme stehen zur Wahl. Erstens: Multibandapparaturen (die klassische „feste Klammer“). Dabei werden durch einen Draht verbundene Brackets auf die Zähne geklebt. Kleinere Korrekturen schafft „Six Month Smiles“ (Infos und Ärzte auf www.sixmonthsmiles-deutschland.de) mit unauffälligerem Material im Schnitt nach nur sechs Monaten. Der Preis hierfür liegt bei 2300 bis 2800 Euro je Kiefer oder rund 3500 Euro für beide. Zweitens kommen sogenannte Aligner-Systeme (sprich: Äleiner) mit transparenten Schienen in Betracht, z. B. „Invisalign“. Die eignen sich auch für aufwendige Korrekturen, bei Parodontose oder für Gebisse mit Brücken. Die Behandlungskosten liegen zwischen 3500 und 6500 Euro – vergleichbar mit denen einer klassischen Multibandapparatur. Nach einem 3-D-Abdruck werden mehrere Schienen angefertigt. Alle zwei Wochen wechseln Sie zur nächsten Form, sodass die Zähne schrittweise dem Idealbild näherkommen. Sie tragen die Aligner rund 18 Stunden am Tag, dürfen sie zum Essen und zum Putzen aber herausnehmen. „Das vereinfacht die Zahnhygiene natürlich“, sagt der Zahnarzt. Und die ist und bleibt einfach die Hauptsache für ein schönes Gebiss und ein ansteckendes, strahlendes Lächeln.