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Zahnpflege Test: Dr. Best Vibration Zwischenzahn

Trends gibt’s ja viele. Wir testen für Sie Außenseitermethoden und Produkte, die Gesundheit und Wohlbefinden versprechen. Diesen Monat: Putzt eine vibrierende Handzahnbürste wirklich gründlicher?

Mal ehrlich: Tun Sie genug für Ihre Interdentalräume? Sie wissen nicht mal, was das ist? Auch mir war nicht klar, wie wichtig diese schwer zugänglichen Lücken zwischen den Zähnen sind. Die wiederkehrende Frage meines freundlichen Zahnarztes, „Nehmen Sie Zahnseide?“, beantwortete ich stets beschämt mit unverständlichem Gemurmel. Und gehörte damit zur großen Masse: Umfragen zufolge finden sich Zahnseide und Interdentalraumbürstchen zwar in vielen Haushalten, werden aber etwa so oft benutzt wie Waffeleisen oder Ice- Crusher. Dann aber wurde ich bekehrt.

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Die „Dr. Best Vibration Zwischenzahn“ gibt es in dem Härtegrad „mittel“ in vier Farben zu kaufen. In Drogeriemärkten. Preis: ca. 5,50 Euro.

Auf einem „Innovationsforum“ für Journalisten, bei dem es um nichts Anderes ging als um Interdentalräume. Abschreckende Fotos kariöser Gebisse vor Augen, fuhr ich geläutert nach Hause. Im Gepäck – neben vielen guten Vorsätzen – eine Weltneuheit: die „Dr. Best Vibration Zwischenzahn“.

Auf den ersten Blick eine gewöhnliche, etwas dickliche Handzahnbürste. In ihr stecken gleich zwei Innovationen: die „Seidenfein-Borsten“, die besonders dünne Enden haben und 3 Millimeter aus dem übrigen Borstenfeld herausragen. Und die brummenden Reinigungs-Vibratoren, die sich durch den kaum sichtbaren Druckknopf am Bürstengriff einschalten lassen. Ich sage Ihnen: Der Effekt ist vom ersten Tag an absolut verblüffend. Die drei Minuten, die mir die kleine Zahnputz- Sanduhr meiner Kinder anzeigt, vergehen neuerdings im Nu. Ich will gar nicht mehr aufhören.

Es kribbelt höchst angenehm im Mund, dabei muss ich viel weniger Druck ausüben als mit meiner 08/15-Handzahnbürste. Es scheint, als habe die „Vibration Zwischenzahn“ Zauberkräfte. Alles geht wie von selbst. Die Zähne fühlen sich hinterher blitzblank an. Und das liegt nicht nur daran, dass ich jetzt länger putze. Die Bürste kann wirklich mehr als andere: Um Zähne optimal zu reinigen, empfehlen Zahnärzte die „Bass-Technik“, bei der die Plaque mit sanften horizontalen Rüttelbewegungen gründlich von der Zahnoberfläche gelöst wird. Genau diese Bewegung, die mit einem herkömmlichen Modell nicht so leicht über Minuten durchzuhalten ist, vollführt die vibrierende Zahnbürste. Eine weitere Erklärung für das Putzerlebnis liefern Laborstudien von Prof. Samuel L. Yankell, New Jersey. Sie wiesen nach, dass die vibrierenden Borsten tiefer in Interdentalräume vordringen als die anderer Handzahnbürsten. Mich hat das neue Hilfsmittel sogar dazu motiviert, hin und wieder auch noch zur Zahnseide zu greifen. Was leider – Seidenborsten hin, Bass-Vibration her – immer noch nötig ist. Weiterer Schwachpunkt: Nach ca. sechs bis acht Wochen ist die eingebaute Mini-Batterie leer. Dann muss alles weggeworfen werden (die Altbatterie natürlich in den Sondermüll). Ökologisch gesehen nicht so toll.

Fazit: Eine äußerst effektive, angenehme, aber nicht ganz billige Zahnputz-Alternative. Mit hohem Suchtfaktor: Wer einmal mit der „Vibration Zwischenzahn“ geputzt hat, will nie wieder zurück zum herkömmlichen Putzgerät.  
 

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Autor:
Luise Iwan-Dettmar