[Alt-Text]

Zahngesundheit So schützen Sie Zahnschmelz

Spinat ist gesund. Bananen auch. Für den Körper – aber nicht für die Zähne. Denn Säuren attackieren den Zahnschmelz. Wie Sie ihn am besten schützen, welche Lebensmittel ihm nichts tun und welche schaden: Die Vital-Zahnampel verrät es.

Zahnschmelz

Kräftig zubeißen, zerkleinern, zermahlen – für unsere Zähne kein Problem: Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz in unserem Körper, härter als jeder Knochen. Doch gerade so gesunde Lebensmittel wie frische Früchte setzen ihm oft mit ihren Säuren zu. Sie weichen die äußere Zahnschicht regelrecht auf, indem sie den wichtigen Bestandteil Kalzium herauslösen. Ein Prozess, den Zahnärzte Erosion nennen.
An so geschädigten Zähnen hinterlässt schon das übliche Putzen tiefe Spuren, die sogenannte Abrasion. Warten Sie deshalb nach dem Verzehr saurer Lebensmittel mindestens eine halbe bis volle Stunde mit dem Bürsten. In dieser Zeit hat der Speichel die Säuren genug entschärft und eine Remineralisierung der Zähne bewirkt.
Bei ständigen Säure angriffen gelingt ihm das aber nicht. Außerdem greifen stark schmirgelnde Zahncremes – z. B. viele Weißmacherprodukte – und sehr harte Borsten den Schmelz zusätzlich an. Wer vorbeugen will, pflegt seine Zähne sehr gründlich, logisch. Hier lesen Sie acht neue Erkenntnisse aus der Forschung, die Sie interessieren werden.
Noch ein Tipp: jeden Bissen 30-mal kauen. Dann kann der Speichel Kariesbakterien neutralisieren, den pH-Wert im Mund normalisieren und die Zähne mit Kalzium und Phosphat versorgen. Zudem massiert der Speisebrei das Zahnfleisch und streift Plaque von den Zähnen.

  1. Nicht zu viel Druck machen Kräftiges Schrubben kann regelrechte Furchen in den Schmelz graben. Ideal sind zwei Minuten Putzzeit mit einem Anpressdruck von 150 Gramm. Tipp: Druck auf einer Küchenwaage testen. Längeres und kräftigeres Putzen beseitigt nicht mehr Beläge. 
  2. Unter Beschuss Forscher fanden jetzt heraus, dass Zähne Karies besser widerstehen, wenn man sie kurzen Laserimpulsen aussetzt: Der Laser löst Kohlenstoffverbindungen aus dem Schmelz, die den Zahn anfälliger für Säuren machen. Faustregel: Was ein stumpfes Gefühl auf den Zähnen hinterlässt, enthält viel Säure. Aber: Bei guter Pflege dürfen Sie alles essen. 
  3. Schmelz lässt sich draufputzen Studien belegen: Zahnpasta, die eine dem natürlichen Zahnschmelz verwandte Substanz enthält (Zink-Carbonat-Hydroxylapatit, z. B. in „Biorepair“), kann durch Demineralisierung entstandene Schäden ausgleichen. Dann lässt auch die Schmerzempfindlichkeit der Zähne nach. 
  4. Zahnpflege fördert Babypläne Immer schön putzen, um schwanger zu werden? Beinahe: Wer regelmäßig zu Bürste und Zahnseide greift, beugt Zahnfleischerkrankungen vor. Und die beeinträchtigen die Fruchtbarkeit. 
  5. Ab durch die Mitte Fast ein Drittel der Zahnoberfläche lässt sich mit Standardbürsten nicht erreichen – da sind zwei Kollegen gefragt: Interdentalbürsten reinigen die Zwischenräume dort, wo sich Zähne nicht direkt berühren; Zahnseide befreit die Kontaktpunkte zweier Zähne von Plaque. Nehmen Sie sich für diese Rundumpflege dreimal in der Woche Zeit. Wichtig: Die Seide kommt immer vor dem Zähneputzen zum Einsatz und darf nie ins Zahnfleisch schneiden. 
  6. Der richtige Dreh Ob Handzahnbürste oder elektrisches Modell – mit beiden lassen sich gute Putz ergebnisse erzielen. Allerdings verzeihen die Elektrischen eher eine falsche Putztechnik, weil sie vieles automatisch machen. Am besten schnitten in Studien diejenigen ab, die schnelle Drehbewegungen mit Richtungsänderung (oszillierend-rotierend) ausführen (neu: die „Oral-B TriZone“ von Braun). 
  7. Öfter mal ’ne Neue Wechseln Sie Ihre Zahnbürste alle zwei Monate aus. Nach drei- bis viermonatigem Putzen lässt die Reinigungswirkung um 30 Prozent nach, und die Verkeimung nimmt stark zu. 
  8. Die Saubermacher Fluoride hemmen die Plaquebildung, versiegeln die Zähne und remineralisieren sie sogar. Das macht sie zu einem der wichtigsten Inhaltsstoffe einer Zahncreme (z. B. in „Theramed 2 in1 Power Clean“). Eine gründliche und besonders schonende Sauberkeit erreichen Zahncremes mit speziellen Reinigungsperlen (z. B. „Pearls & Dents“).