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Beweglichkeit Voll beweglich: So bleiben Ihre Gelenke fit

Wenn’s in Knie oder Hüfte knirscht, steckt meist Arthrose dahinter,also ein Verschleiß des Knorpels. Die gute Nachricht: Gelenkfreundlicher Sport, eine ausgewogene Ernährung und die moderne Medizin helfen schnell.
Frau biegt ihren Fuss hinter den Kopf

Aufstehen, hinsetzen, gehen, Treppen steigen, bücken, in der Hüfte drehen und dann auch noch Freizeitsport: Für die Gelenke ist unser Alltag ein Knochenjob. Meistens schmerzen die Stellen, die wir am stärksten belasten – Knie und Hüfte. Diese beiden sind für mehr als 8,5 Millionen Deutsche buchstäblich der Knackpunkt, früher oder später endet es im Verschleiß des Gelenkknorpels. „Arthrose“ diagnostiziert der Orthopäde dann.

Dos und Don’ts für gesunde Gelenke
  • Gut sitzen Ein Keilkissen entlastet Hüfte und Knie. Die Beine nicht maximal bis unter den Stuhl anwinkeln, sondern nur im 90-Grad-Winkel. Und immer mal locker ausstrecken.
  • Nicht schwer heben Lässt sich das nicht vermeiden: aus den Knien, mit geradem Rücken heben.
  • Abrolltraining Hüftbreit hin stellen, im Wechsel auf Fersen und Zehenspitzen stehen. 100-mal am Tag.
  • Hocke vermeiden Im 90-Grad-Winkel lastet nämlich ein immenser Druck auf den Knien.
  • Treppen meistern Treppauf geht das gesunde Knie voran, treppab das schmerzende.

Unsere Gelenke sind sensibel

Die Krankheit kann jedes der 100 Gelenke im Körper treffen. Sie bestehen allesamt aus wichtigem Puffermaterial – einem Mix aus Gelenkschmiere und Knorpelgewebe. Schwin den beide, tut’s weh. Das spürt nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts täglich jede vierte Frau und jeder sechste Mann. Das Deutsche Grüne Kreuz in Marburg geht davon aus, dass 20 Millionen Bundesbürger mit Arthrose zu tun haben – und dass diese Zahl in den nächsten Jahren drastisch steigen wird. Nicht nur bei älteren Menschen.

Schon ab 30 beginnt der schleichende Verschleiß, der durch gelenkbelastende Sportarten wie Tennis, Joggen, Skifahren oder Fußball beschleunigt wird. Auch Übergewicht fördert die degenerative Erkrankung, weil zu viele Kilo die Gelenke stauchen und Fehlbelastungen begünstigen. Ein wichtiger Entstehungsfaktor sind zudem häufige oder nicht ausgeheilte Verletzungen. Sie schwächen das Gelenk und die ohnehin wenig ausgeprägte Regenerationsfähigkeit der Knorpel.

Arthrose lässt sich lindern

Typisch für eine Arthrose ist der „Anlaufschmerz“: Nach einer Ruhepause fallen die ersten Bewegungen schwer. Auch wer bei kalter, feuchter Witterung oder bei stoßartiger Belastung –z. B. beim Treppensteigen oder Sport – seine Gelenke spürt, sollte zum Orthopäden gehen. Denn Arthrose wird oft zu spät entdeckt. Zwar ist die Krankheit bislang nicht heilbar, sie lässt sich aber bremsen. Gegen die Schmerzen helfen Wärmeanwendungen, Massagen, Osteopathie, Akupunktur und Krankengymnastik. Andere Maßnahmen regen den Knorpel- und Zellstoffwechsel an, da reicht das Spektrum von Magnetfeldtherapie bis hin zu operativen Eingriffen wie der Abrasionsarthroplastik (dabei fräst der Operateur die Knochenoberfläche an und provoziert so die Bildung reparierend- schützenden Knorpelgewebes).

Sport und eine vitalstoffreiche Ernährung

Das A und O bei Arthrose ist eine ausgewogene Ernährung mit fettarmen Milchprodukten, Geflügel, Fisch, Vollkorn, Rohkost und Pflanzenölen. Und natürlich Sport, der die Gelenke nicht belastet. Ideal: Schwimmen und Radfahren. Immer schön in Bewegung bleiben!

Übungen für schmerzfreie Gelenke finden Sie hier.

 

Schonende Bewegung

Bewegung ist ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von Gelenkbeschwerden und Sport nicht generell schlecht für die Gelenke. Im Gegenteil: Sport kräftigt die Muskulatur, verbessert die Haltung und erhöht gleichzeitig die Beweglichkeit der einzelnen Gelenke. Nur kräftige Muskeln können die Gelenke wirksam stabilisieren und so die Entstehung von Gelenkbeschwerden verhindern oder das Fortschreiten einer bestehenden Erkrankung verlangsamen. Schonende Sportarten wie Schwimmen, Walken, Radfahren oder ein moderates Muskeltraining, um die Gelenke nicht zu belasten. Auch regelmäßige Spaziergänge oder Treppensteigen fördern die Durchblutung und Nährstoffversorgung der Gelenke.

Enzyme: Natürliche Hilfe bei entzündlichen Gelenkbeschwerden

Enzyme sind die Grundlage allen Lebens, denn die Eiweißstoffe steuern alle biochemischen Reaktionen in unserem Organismus: Sie regulieren alle Stoffwechselvorgänge, sind an der Verdauung beteiligt oder steuern die Blutgerinnung bei der Wundheilung. In der modernen Medizin werden Enzyme vor allem bei der Behandlung von Entzündungen eingesetzt. Die Einnahme natürlicher Enzympräparate kann den Ablauf von Entzündungsprozessen erheblich beschleunigen und somit entscheidend zur Linderung der Beschwerden beitragen. Besonders bei chronischen Gelenkentzündungen
wie Arthrose oder Verletzungen wie Zerrungen, Prellungen und Stauchungen haben sich Enzymkombinationspräparate bewährt.

Autor:
Sabine Knapp