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Selbstmedikation Hilfe bei Venenschwäche

Autsch! Aber das krieg ich wieder hin.“ So denken viele und behandeln sich mit Hausmitteln und rezeptfreien Arzneien. Welche wirklich helfen und wann Sie besser den Arzt fragen, sagt diese Serie. Diesmal: Venenschwäche.

Venen Bein

Stellen Sie sich vor, Sie müssten 4000 Kilo senkrecht in die Höhe stemmen. Jetzt wissen Sie, was Ihre Beinvenen täglich leisten. Zwar haben sie Klappen, die verhindern, dass sauerstoff- und nährstoffarmes Blut statt zum Herzen in die Füße zurückfließt, auch die Muskeln in Ober- und Unterschenkeln helfen mit. Doch dieses System funktioniert nur mit Bewegung. Da aber die meisten ihren (Büro-)Alltag überwiegend im Sitzen oder Stehen verbringen, ist es kein Wunder, dass nicht einmal zehn Prozent der Deutschen völlig gesunde Venen haben. Wer allerdings frühzeitig gegensteuert, kann Krampfadern oder gar eine gefährliche Thrombose in den Beinen verhindern.

Die besten Hausmittel:
Machen Sie am besten jeden Tag gezieltes Venentraining. Übung 1: Wie eine Ballerina mit durchgestreckten Knien erst auf den Zehenspitzen, danach auf den Fersen gehen. Übung 2: Auf den Rücken legen und weit ausholend Rad fahren. Anschließend die Beine gerade nach oben strecken, Fußspitzen zeigen abwechselnd zur Zimmerdecke und zum Körper.

Selbst behandeln – aber richtig: 
Legen Sie die Beine tagsüber so oft wie möglich hoch und nutzen Sie jede Gelegenheit, einige Schritte zu gehen. Tragen Sie auf langen Flug-, Bahn- und Busreisen Kompressionsstrümpfe. Äußerlich oder innerlich angewandt, können mehrere Naturstoffe zumindest bei beginnender Venenschwäche helfen.

So schützen Sie sich:
Pflanzliche Mittel müssen Sie regelmäßig und häufig erst über einen längeren Zeitraum hinweg einnehmen, damit sie ihre Heilkraft entfalten. Treten trotzdem Krampfadern auf, verabreden Sie so früh wie möglich einen Termin bei einem Venenspezialisten (Phlebologen). Schwellen Ihre Beine plötzlich massiv an oder bekommen Sie starke Schmerzen, gehen Sie bitte sofort zum Arzt.