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Schmerzen Auslöser für Rückenschmerzen

Rückenschmerzen durch zu viel Schoki oder Sit-ups: kein Witz, sondern zwei der heimlichen Rückenfeinde. Wie Sie sie aufspüren und schachmatt setzen.

Rückenschmerzen

Wenn’s im Kreuz zwackt, muss nicht immer gleich ein schlimmer Bandscheibenvorfall dahinterstecken. Meist sind es eher harmlose Rücken-Feinde, die die Wirbelsäule und ihre Stützmuskeln schmerzhaft belasten. Das kann ein schlecht sitzender BH sein, falsche Ernährung oder zu ehrgeizige Bauch-Gym. Ganz oft sind es nicht passende Schuhe, in denen die Füße entweder keinen Halt haben oder gnadenlos hineingequetscht werden. Ihre Statik leidet und folglich auch die des Rückens. Das tut weh. 200 Orthopädie- und Komfortschuh- Fachhändler des Kompetenzkreises Gesunde Schuhe klären über diesen Zusammenhang mit bundesweiten Kampagnen auf. Und wir verraten Ihnen, wie Sie heimliche Störquellen Ihres Rückens dauerhaft ausschalten können.

Ungesunde Schuhe

Sie drücken oder sind zu weit: Alarmierende Zahlen einer Untersuchung des Deutschen Schuhinstituts in Offenbach: Bei uns tragen 60 Prozent der Frauen zu große und zu weite Schuhe, 22 Prozent zu kleine und zu enge. Das zwingt die Füße zu Fehlhaltungen, die die Wirbelsäule dann ausgleichen muss. Folge: Der Rücken tut weh. Auch zu hohe Absätze belasten ihn, weil sie zu einer ungünstigen Beckenstellung führen.
Das mag der Rücken: Eine Absatzhöhe von nicht mehr als zwei Zentimetern und ein anatomisch geformtes Fußbett.

Das rät der Experte

Chiropraktor Efe Gökpinar, Hamburg, verrät Ihnen, wie Sie Ihrem Rücken im Alltag Gutes tun können.

„Klemmen Sie den Telefonhörer nie zwischen Ohr und Schulter. Sitzen Sie aufrecht vor dem Fernseher. Schlagen Sie die Beine nicht übereinander. Benutzen Sie beim Staubsaugen das Verlängerungsstück, vermeiden Sie dabei lange Züge. Der PC-Bildschirm sollte eine Handbreit über der Tastatur stehen. Beim Sport und Gerätetraining niemals die Beinpresse benutzen. Schlafen Sie nicht auf dem Bauch. Sitzen Sie beim Radfahren aufrecht. Sie arbeiten im Sitzen? Dann wählen Sie am besten einen „beweglichen“, ergonomischen Hocker, z. B. den „Ongo“.

„Selbstverständlich auch Schuhe, die in Länge und Weite den tatsächlichen Fußmaßen entsprechen“, betont Horst Purschke, Sprecher des Kompetenznetzes Gesunde Schuhe. „Durch ihre individuelle Anpassung stimulieren sie Haltung und Abrolleigenschaften positiv. Das beugt Rückenschmerzen vor.“ 

Der BH sitzt nicht

Wenn die Träger kneifen: Zu kurz, zu schmal oder die BH-Träger verlaufen auf dem Rücken v-förmig: Auf Dauer belastet dies Trapezmuskel und Schultergelenke, kann sogar Nerven quetschen. Es kommt zu Verspannungen, Schmerzen im Nacken und Rücken, Fehlstellungen der Halswirbel und Gelenkverschleiß.
Das mag der Rücken: Einen BH mit breiten, gepolsterten Trägern und einem breiteren Rückenteil für eine optimale Gewichtsverteilung. Ideal: Die Träger verlaufen über der Mitte der Schulterblätter, zwischen Träger und Schulter passt bequem ein Finger.