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Gelenkentzündung Arthritis

Eine der unangenehmsten Gelenkbeschwerden, die vor allem im fortgeschrittenen Alter auftreten können und die oft dem ungesunden Lebenswandel zugeordnet werden, ist die Arthritis. Wir verraten Ihnen, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie sie mit gesunder Ernährung einer Gelenkentzündung vorbeugen können.
arthritis in der Hand

Die Beschwerden und Symptome bei einer Arthritis können sehr vielfältig sein, meist hat der Patient mit Schmerzen und Schwellungen an den betroffenen Gelenken zu kämpfen. Gleichermaßen unangenehm ist die Überwärmung des Gelenkes und die begleitende Bewegungseinschränkung. In vielen Fällen sammelt sich Flüssigkeit im Gelenk, der so genannte Gelenkerguss. Als Ursache für die Entzündung kommen sehr viele Faktoren in Frage. In vielen Fällen sind es Bakterien oder andere Erreger, die für die Gelenkentzündung verantwortlich sind. Staphylokokken und Streptokokken sind sehr oft daran beteiligt. Theoretisch kann die Infektion auch an einer anderen Stelle im Körper entstehen und dann über den Blutkreislauf in das Gelenk gelangen.  Weitere Ursachen für Gelenkentzündungen sind Schuppenflechten und Stoffwechselerkrankungen.

 

Welche Arten der Arthritis gibt es?

Bei der Arthritis wird grundsätzlich in infektiöse und nichtinfektiöse Gelenkentzündungen unterschieden. Dabei kann es sich bei der infektiösen Entzündung sowohl um Entzündungen mit Ursprung im Gelenk, als auch um Folgeerkrankungen einer Entzündung in einem anderen Teil des Körpers handeln. 

Die wohl bekannteste Form von Arthritis ist die Arthrose, genauso wie die rheumatoide Arthritis und Gicht. Weitere Arten sind:

  • Psoriasis-Arthritis, die häufig durch eine Schuppenflechte ausgelöst wird.
  • Morbus Bechterew, eine starke Entzündung an der Wirbelsäule.
  • Fibromyalgie, die durch einen Abfall der Neurotransmitter im Gehirn verursacht wird und die Muskeln steif werden lässt.
  • Systemische Lupus erythematodes — eine besonders schwere Form, die nicht nur das ganze Immunsystem, sondern auch innere Organe befallen kann.

 

Diagnose Gelenkentzündung

Die Untersuchung bei einer Arthritis beginnt mit einer ausführlichen Befragung durch den Arzt. Hier kann über die Krankheitsgeschichte bereits auf mögliche Ursachen geshlossen werden. In der Regel wird die gründliche körperliche Untersuchung durch eine Laboruntersuchung der Blutwerte fortgesetzt. Dabei können Entzündungswerte im Blut und bestimmte Rheumafaktoren und bakterielle Antikörper ermittelt werden. Weiterführende Maßnahmen sind zum Beispiel Röntgenaufnahmen, Gelenkspiegelungen oder Abnahme der Gelenkflüssigkeit.

 

Mögliche Therapieformen bei einer Arthritis

Der grundsätzliche Therapieansatz ist in der Regel Schonung und Kühlung des betroffenen Gelenkes. Dafür sollte das Gelenk entsprechend hoch gelagert und in regelmäßigen Abständen gekühlt werden. Weiterführende Therapien werden nach der Ursache ausgerichtet. So werden bakteriell ausgelöste Entzündungen mittels Antibiotika behandelt, um Folgeschäden am Gelenk zu verhindern. Eine weitere Ausbreitung der Bakterien im Körper wird so ebenfalls verhindert. Ist die Arthritis bereits vereitert, so kann über eine Gelenkspiegelung oder eine Operation am offenen Gelenk dafür gesorgt werden, dass der Gelenkerguss und Zellreste entfernt werden. Eine medikamentöse Begleitung ist oft nötig, da die Schmerzen und Entzündungen über entsprechende Medikamente bekämpft werden können. In schwereren Einzelfällen können auch Operationen an Gelenken notwendig werden.

 

Gelenkentzündungen vorbeugen mit einer gesunden Ernährung

Die Ernährung kann im Zweifelsfall natürlich keine Therapie ersetzen, in den letzten Jahren wurden aber eine Vielzahl von Stoffen als Begünstiger einer Entzündung

festgestellt, die in verschiedenen Nahrungsmitteln in unterschiedlicher Konzentration vorhanden sind. So ist erkannt worden, dass Entzündungen hauptsächlich durch Eicosanoide ausgelöst werden. Diese Entzündungsfaktoren werden aus einer speziellen Fettsäure gebildet, die in Lebensmitteln verschieden stark konzentriert ist. Eine gesunde Ernährung kann also das Risiko einer Gelenkentzündung verringern. Die Fettsäure ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten, daher kann eine Ernährung auf vorwiegend pflanzlicher Basis hier sehr positiv wirken.

Eine weitere positive Beeinflussung kann über die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren entstehen. Die Aufnahme von Eicosapentensäure über die Nahrung kann die Bildung der Entzündungsfaktoren mindern. Am einfachsten ist diese Ernährung über Fisch und Meeresfrüchte zu bewerkstelligen. Die gleichen positiven Effekte lassen sich über die Linolensäuren erzielen. Diese kommen vor allem in Pflanzenölen und in Johannisbeeröl vor.

Eine weitere entzündungshemmende Wirkung wird durch eine Konzentration auf vitaminreiche Ernährung erzielt. Die Vitamine E, C und A. Diese Vitamine können in Zusammenarbeit mit verschiedenen Spurenelementen dafür sorgen, dass freie Radikale und das Entzündungsniveau im Körper reduziert werden und tragen so zu einer allgemeinen Verbesserung bei. Selen ist vor allem in Nüssen und Fisch enthalten. Um eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen zu gewährleisten, sollten schonende Garverfahren genutzt werden.