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Ursachen, Symptome und Vorbeugung Lungenembolie: Lebensgefährlicher Blutstau

Zwischen 40.000 und 100.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an einer Lungenembolie. Oftmals wegen einer Fehldiagnose. Der Grund dafür sind die undeutlichen Symptome, die Ärzte und Patienten auf eine falsche Fährte lenken. In unserem Ratgeber zählen wir verlässliche Symptome auf, klären die Ursachen und nennen vorbeugende Maßnahmen.
Lungenembolie Ursachen und Symptome

Steckbrief Lungenembolie

Symptome: Husten, Herzrasen, Atemnot, Ohnmacht, Schmerzen beim Einatmen, Herzrhythmusstörungen und Schmerzen in einem Bein.

Behandlung: Eine nichtoperative Behandlung von Patienten ist nur in Form von Blutverdünnern möglich.

Vorbeugung: Sport und eine gesunde Ernährung sind gute, vorbeugende Maßnahmen. Sollten Sie längere Zeit sitzen, empfiehlt es sich, Thrombosestrümpfe zu tragen.

Eine Lungenembolie oder auch Pulmonalarterienthrombolie gilt heutzutage als eine der gefährlichsten Krankheiten überhaupt. Oftmals hat sie einen lebensbedrohlichen oder sogar tödlichen Ausgang. Jährlich sterben zwischen 40.000 und 100.000 Deutsche an einer Lungenembolie. Was im Körper passiert, welche Symptome auf eine Lungenembolie hinweisen und welche vorbeugenden Maßnahmen Ihr ergreifen könnt, erfahrt Ihr bei uns. 

Bevor wir genauer auf die Lungenembolie eingehen, muss erst einmal geklärt werden, wie sie überhaupt entsteht. Schuld ist ein Pfropfen (der so genannte Thrombus), der sich im Blut befindet. Dieser besteht meist aus einem Blutgerinnsel, kann aber seinen Ursprung auch in anderen Dingen haben. So kann es sich bei einem Thrombus um ein Gasbläschen handeln, welches bei einem Tauchunfall oder bei einer offenen Operation entsteht. In seltenen Fällen besteht ein Thrombus auch aus einem Fettklumpen, der sich im Blut gebildet hat. Meist ist die Person dabei stark übergewichtig. In der Regel besteht ein Thrombus allerdings aus einem Blutpfropfen, der Blutgefäße in der Lunge verstopft. 

Wo entsteht eine Lungenembolie?

Auch wenn die Krankheit in der Lunge ausgelöst wird, entsteht sie nicht dort. In den meisten Fällen entsteht ein Thrombus in den tiefen Bein- oder Beckenvenen. Ein erhöhtes Thromboserisko besteht dann, wenn die Beine lange ab- oder angewinkelt sind, beispielsweise bei langen Flügen oder bei einem Beinbruch. Der Facharzt spricht dann von Beinvenenthrombose oder Hohlvenenthrombose. Der entstandene Thrombus wandert durch den Körper und gelangt ins Herz. Dort wird er von der rechten Herzkammer in die Lunge gepumpt, wo er meist die feinen Verästelungen der Lunge blockiert. Eine Embolie entsteht. Je größer ein Thrombus ist, desto größer ist auch der befallene Bereich in der Lunge und desto schwerer ist die Lungenembolie. Eine Embolie kann völlig verschiedene Stärken haben. Manche Thrombosen sind so klein, dass sie dem Betroffenen überhaupt nicht auffallen. Andere sind so groß, dass sie schon auf dem Weg zur Lunge Beschwerden wie Herzrasen oder Schwindel auslösen. Unser Ratgeber gibt Tipps, wie Ihr Eure Venen stärken könnt. 

Warum ist eine Lungenembolie so gefährlich?

Je nach Größe der Thrombose kann eine Lungenembolie zum direkten Tode führen. In besonders schweren Fällen können beide Lungenflügel betroffen sein. Doch schon bei geringeren Embolien erleidet die betroffene Person oft einen Herzanfall, da sich das von der rechten Herzkammer in die Lunge gepumpte Blut dort nicht mehr ausbreiten kann und einen Blutstau verursacht. Selbst wenn dies nicht eintreten sollte, wird die Atmung trotzdem schwer behindert. Abseits dieser Schwere reicht schon das Verstopfen einiger Lungengefäße, um schwere körperliche Schäden zu verursachen. Eine einmal verstopfte Lungenarterie kann nicht mehr gerettet werden. Der betroffene Bereich der Lunge stirbt ab und ist verloren. Abgestorbene Bereiche der Lunge wiederum sind anfällig für zahlreiche andere Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung.

Symptome einer Lungenembolie und Vorbeugung

Das Problem bei der Diagnose einer Lungenembolie sind die allgemeinen Symptome. Oftmals wird eine Lungenembolie nicht rechtzeitig erkannt, weil von anderen Beschwerden ausgegangen wird. Anzeichen für eine beginnende Embolie sind Husten, Herzrasen (über 100 Schläge bei Ruhepuls), Atemnot, Ohnmacht, Schmerzen beim Einatmen, Herzrhythmusstörungen, einseitige Beinsschwellungen oder generell Schmerzen in einem Bein. Bei einer dramatischen Lungenembolie - auch fulminante Lungenembolie genannt - kann es auch in kürzester Zeit zu starker Luftnot und Kreislaufversagen kommen. Was sagt Euer Puls über Euch aus? Macht unseren Test.

Wie kann man nun einer Lungenembolie vorbeugen? Einen sicheren Weg gibt es leider nicht. Gesunde Ernährung und Sport sind allerdings gute Wege, um eine Embolie zu minimieren. Bei langen Flügen oder Bahnfahrten, bei einem gebrochenen Bein oder sonstigen Beschwerden, die eine stationäre Behandlung erfordern, ist Bewegung in regelmäßigen Abständen empfehlenswert. Auch Thrombosestrümpfe bieten einen nicht zu unterschätzenden Schutz gegen eine Lungenembolie. Man sollte nicht vergessen, dass eine Lungenembolie leider vermehrt im Alter auftritt. Sollten erste Anzeichen einer Embolie vorliegen, kann auch das Gerinnungssystem des Körpers mit Blutverdünnern und Heparin gehemmt werden. 

Lungenembolie durch Verhütungsmittel

Die Pille oder andere auf Hormonen basierende Verhütungsmittel können ebenfalls eine Lungenembolie begünstigen. Generell besteht bei gesunden Frauen nur eine geringe Gefahr auf eine Lungenembolie. Solltet Ihr allerdings schon an einer Lungenembolie gelitten haben oder leiden, solltet Ihr ernsthaft über das Absetzen dieser Verhütungsmittel nachdenken. Eine Alternative wäre zum Beispiel die Kupferspirale. Macht unseren Test und findet heraus, welche Verhütungsmethode zu Euch passt.

 

Autor:
Alexander Scherb