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Krankheiten Der Schlaganfall

Viele Warnzeichen deuten auf einen Schlaganfall hin. Früherkennung kann das Schlimmste verhindern

Frau schaut besorgt

Plötzlich wird es auf dem rechten Auge dunkel – für ein, zwei Minuten. Dann ist der Spuk vorbei. Die anfängliche Panik verschwindet. Alles wieder in Ordnung, denkt man. Wohl zu viel Stress gehabt. Sonst fühlt man sich ja gut. Ein gefährlicher Irrtum. Denn diese Sehstörung war vermutlich eine sogenannte TIA, eine transitorische ischämische Attacke, ein Minischlaganfall. Und das Risiko, danach einen schweren Schlaganfall zu bekommen, ist groß. „Die Ursache ist häufig ein Blutgerinnsel in einer Arterie, von dem sich ein kleines Stückchen gelöst hat“, erläutert Prof. Christian Arning. „Der Patient fühlt sich dann wieder ganz gesund, dabei ist das Gerinnsel noch da.“ Und ab jetzt läuft die Uhr. Denn, so der Neurologe und Experte für solche Vorboten eines Schlaganfalls: „Am häufigsten tritt der schwere Schlaganfall in den ersten ein, zwei Tagen nach so einer TIA auf.“

Wer ist gefährdet?
  • Risikofaktoren für Gefäßverkalkungen und damit Hirninfarkte sind unter anderem Cholesterin, Bluthochdruck und Diabetes.
  •  Eine Ultraschalluntersuchung der Halsarterie zeigt, ob es bereits Verkalkungen gibt. Empfehlenswert für erblich oder durch Risikofaktoren Vorbelastete.
  • Dem Hirninfarkt vorbeugen: durch fettarme Ernährung und viel Bewegung.

Dem Gerinnsel auf der Spur

Eine ausreichende und vor allem schnelle Diagnostik kann einen nachfolgenden Schlaganfall zu 80 Prozent verhindern. Früher wurden Untersuchungen wie Kernspintomografie oder Ultraschall der Halsschlagader ambulant organisiert. Das dauerte dann teilweise drei, vier Wochen, bis die Diagnostik abgeschlossen war. Und während eines Wochenendes passierte erst mal gar nichts. Doch inzwischen weiß man, dass eine TIA ein Notfall ist, der sofort behandelt werden muss. Spezialisiert darauf sind die sogenannten Stroke Units, die in fast allen größeren Städten eingerichtet wurden. In der Asklepios- Klinik in Hamburg-Wandsbek ist eine spezielle TIAUnit gegründet worden. Dort ist man perfekt darauf eingerichtet, das Gerinnsel schnellstmöglich zu finden und dann entweder chirurgisch zu entfernen oder mit Medikamenten aufzulösen. Ähnliche Einrichtungen an anderen Kliniken sollen folgen. „Die Schäden eines Schlaganfalls sind oft nicht mehr rückgängig zu machen, deshalb ist es so wichtig ihn von vornherein zu verhindern“, so Prof. Arning.