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Entspannung Mein perfektes Wochenende

Das kleine Training für Ihr großes Wohlfühlglück. Ein Wochenende allein so richtig genießen bringt Sie neu in Balance. Sich einfach fallen lassen, entschleunigen – dann sammeln, Abstand gewinnen, um langsam wieder aufzutanken ...
Frau geht spazieren
Und es beginnt eigentlich schon Freitag früh mit der Ahnung, dass der nächste Montag noch endlos weit weg erscheint. Selbst dann, wenn Samstag oder Sonntag doch ein paar Termine auf dem Plan stehen. Das Erstaunliche am Wochenende: Es wirkt auch als Placebo. Weil es nach Freiheit klingt. Was für uns als selbstverständlich gilt, ist eigentlich eine recht moderne Angelegenheit. Bis etwa 1840 gab es gar kein „Wochenende“; nicht nur weil der Sonntag im christlichen Kalender der erste Tag der Woche ist. Sonntag war der freie Tag, das musste genügen, aber der war reserviert – für Gott und Gebet. Dass sich das Wochenende beinahe weltweit durchgesetzt hat, ist Anthony Ashley-Cooper, dem 7. Earl von Shaesbury, zu verdanken. Mit der Industrialisierung hatte sich das Leben der Arbeiter geändert. Denn seitdem unabhängig von Jahres- und Tageszeit in Fabriken gearbeitet wurde, war es aus mit dem natürlichen Dienstschluss – der Dunkelheit.
 

Freizeit sorgt für Entspannung

Die täglich durchschnittlich 16 Arbeitsstunden hatten Auswirkungen: auf Familienleben, Psyche und Gesellscha. Ashley-Cooper war nicht der Einzige, der erkannte: Das kann nicht gut sein. Aber er war derjenige, der sich durchsetzte. Samstagnachmiag war fortan Betriebspause. Das „Weekend“ war geboren und verbreitete sich. In Deutschland wurde es wörtlich mit „Wochenende“ übersetzt, in Frankreich steht bis heute „le week-end“ im Wörterbuch – wer das jemals einen Franzosen hat aussprechen hören, weiß, wie Verheißung klingt – ist es ja auch. Schon die Römer und Griechen hatten den Wert der Freizeit erkannt: Es war die Zeit, sich zu bilden, zu entspannen, sich weiterzuentwickeln. Recht haen sie. Die besten Ideen kommen nämlich nicht unter Druck, sondern mit Muße.
 
Und auch wenn zwei Driel von uns am Wochenende zumindest ab und an Dienst haben: Das Wochenendgefühl bleibt. Denn Freitag wird ja im Job schon alles „casual“ – also leger, lässig. Und man fühlt sich bereits fast so „frei“, wie der Tag heißt. Dazu kommt die Vorfreude auf Samstag. Da verlockt die Gewissheit, dass Sonntag noch vor uns liegt. Ein Tag wie eine große Wundertüte, an dem beinahe alles möglich scheint ...
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Autor:
Birte Plöger