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Belastung für Körper und Seele Stressarten: Welche Formen von Stress gibt es?

Stress ist nicht gleich Stress, doch klar ist auch, dass Stress, egal ob positiver oder negativer, nie zur Dauerbelastung werden sollte. Denn diese kann negative Folgen für den Körper und unseren Seelenzustand haben. Um gezielt gegen den Stress anzugehen, hilft es, die Stressart zu bestimmen. Wir zeigen Ihnen, welche Formen es gibt.
Hand zerquetscht Ball

Jeder kennt stressige Tage, doch dieser Stress kann sehr schnell ungesund werden. Besonders, wenn es akuter körperlicher Stress ist. Doch auch die seelische Belastung, die mit Stress einher geht, ist nicht zu unterschätzen. Es gibt allerdings viele verschiedene Stressformen. Aus diesem Grund, gibt es auch viele verschiedene Arten der Stressbewältigung. 
Doch zuerst einmal sollte geklärt werden, wie und wo sich der Stress eigentlich entwickelt.
Da Stress natürlich eher subjektiv ist, ist auch das Empfinden des Stresses von Person zu Person unterschiedlich. Den meisten Stress erleben wir, wenn das Gleichgewicht zwischen den äußeren Anforderungen, die an uns gestellt werden, und den eigenen Handlungsmöglichkeiten nicht intakt ist. In diesem Falle ist der Mensch schlichtweg überfordert. Diese Überbelastung kann sich in unterschiedlichen Symptomen, psychischer sowie natürlich auch physischer Art, äußern. 
Einige Menschen reagieren zum Beispiel mit Unsicherheit bis hin zur Angst, wobei andere mit Aggression und Wut reagieren.

Das richtige Verhalten in Stresssituationen

Seit Beginn der Stressforschung, fallen in diesem Zusammenhang, auch immer wieder die beiden Begriffe "Eustress" und "Disstress". Die Vorsilben der Wörter, deuten auf etwas positives, sowie auf etwas negatives hin. Doch aktuelle Studien weisen darauf hin, dass es vielmehr so sein könnte, dass es sich um unterschiedliche Stadien des gleichen Phänomens handelt. 
Es ist überaus wichtig, wie wir uns in diesen Situationen verhalten, sofern wir sie nicht verlassen können, oder wollen. Wenn wir angespannt bleiben, werden auch weiterhin die Stresshormone ausgeschüttet. Wenn wir aber den Stress als positiv empfinden, kann sich dieser positive Stress, durch die Ausschüttung von Glückshormonen, auch förderlich für unsere Gesundheit auswirken. Doch positiver Stress bewirkt noch mehr: nicht nur Glückshormone werden ausgeschüttet, sondern es wird auch der Bereich im Gehirn aktiviert, der für Belohnungen zuständig ist. Das hat zur Folge, dass diese Form von Stress regelrecht anspornen kann. Anders verhält es sich im Fall von negativem Stress. Dieser schadet nicht nur unserer körperlichen, sondern je nach Grad und Dauer der Belastung, auch unserer seelischen Verfassung. 

 

Der Körper in Alarmbereitschaft 

Stress ist eine biochemische Reaktion im menschlichen Körper. Das heißt, es findet eine hormonelle Reaktion statt. In diesem Falle werden hauptsächlich die beiden Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Der Befehl dazu, wird im limbischen System gegeben. Die Botenstoffe selbst, werden daraufhin durch die Nebenniere freigesetzt. Dies versetzt den Körper regelrecht in Alarmbereitschaft und verringert, die für den Kampf, oder die Flucht nicht erforderlichen Fähigkeiten. Dazu zählen unter anderem das Immunsystem und der Verdauungsapparat. 

 

Welche Symptome bringt Stress mit sich?

Kurzfristige Symptome von Stress sind unter anderem eine tiefere Atmung, sowie ein erhöhter Puls. Dadurch wird mehr Sauerstoff in den Blutkreislauf geleitet. Die daraus resultierende Wärme kompensiert der Körper durch das auftretende Schwitzen.
Menschen die unter Dauerstress stehen, leiden oftmals unter langfristigen Begleiterscheinungen. Aufgrund der dauerhaften Anstrengung sind beispielsweise Rückenschmerzen keine Seltenheit. Negativer Stress kann in sehr schlimmen Fällen eine Schlafstörung, oder sogar eine Depression verursachen. Auch psychosomatische Beschwerden wie Störungen des Magen-Darm Traktes ( z.B. Verstopfung), oder Kopfschmerzen können auf Stress als Auslöser zurückgeführt werden. Ein anhaltender negativer Stress kann unter Umständen chronische Erkrankungen hervorrufen. 

Wenn der Stress zur dauerhaften Belastung wird, kann daraus der sogenannte Aminoplus (Neurostress) resultieren. Dieser wird verursacht durch neurovegetative Störungen und äußert sich durch unterschiedliche Symptome. Einige davon klingen eher harmlos, sind es aber ganz und gar nicht. Patienten, die unter dieser Form von Stress leiden, klagen nicht selten über eine innere Unruhe, Konzentrationsschwächen oder einen Abfall des Erinnerungsvermögens, sowie der Leistungsfähigkeit. Schlimmere Anzeichen für diesen körperlichen Reflex, der zu einem Dauerzustand mutiert ist, sind chronische Kopfschmerzen, die sogar in einer Migräne münden können. Auch schwere Depressionen können in besonders schlimmen Fällen auftreten. Gelegentlich entwickeln diese Menschen auch eine Sucht um dem Stress entgegenzuwirken. Dies macht es, dem Anschein nach, erträglicher. Es lässt sich leichter aushalten und besser bewältigen, ist aber auf lange Sicht gesehen auch keine Lösung.

 

Machen Sie Ihren ganz persönlichen Stresstest

Um herauszufinden, ob Sie selbst unter zu viel Stress leiden, können Sie sehr leicht einen Selbsttest durchführen. Dies geht problemlos, und ohne viel Aufwand mit unserem Stresstest. In solchen Tests, werden Ihnen dann mehrere Fragen, zu Ihrer Persönlichkeit gestellt, die, um das Ergebnis nicht zu verfälschen, spontan beantwortet werden müssen. Diese Stresstests liefern allerdings keine genaue Diagnose, sondern nur eine Art Momentaufnahme Ihrer Empfindungen. Sollten Sie an sich negative Veränderungen feststellen, ist es in jedem Falle ratsam einen Arzt, oder eventuell sogar einen Psychologen zu konsultieren. Damit gar kein negativer Stress aufkommen kann, sollten Sie Ihrem Körper einen Ausgleich gönnen. Oft helfen simple Entspannungsübungen mehr, als Sie wahrscheinlich vermuten. Auch das Betreiben einer Sportart, kann durchaus dabei helfen, die unterschiedlichen Stressarten, welche uns im Beruf und im Alltag immer wider begegnen können, erfolgreich zu kompensieren.

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