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Kraft schöpfen Im Urlaub richtig erholen

Diesmal erleben Sie einen rundum erholsamen Urlaub und schöpfen wieder neue Kraft, die lange anhält – dank unserer Clever-Strategien.
Frau am Strand

Die Erwartungen an die schönsten Wochen des Jahres sind hoch. Im Urlaub wollen wir mal richtig ausschlafen, den ganzen Tag am Strand verbummeln, entspannt ein Buch lesen, in der Natur die leeren Krafttanks auffüllen. Doch fast die Hälfte aller Urlauberinnen erholt sich nicht optimal. Und das liegt nicht am miesen Wetter oder Straßenlärm vor dem Hotel, Dingen also, die wir nicht ändern können.

Puffertage einbauen

Fast jede Dritte erwischt ausgerechnet gleich zu Beginn der Ferien eine Erkältung. Ein Phänomen, das auch oft an langen Wochenenden auftritt. Entdeckt haben es Forscher der Universität Tilburg/Niederlande. Sie tauften es „leisure sickness“. Zur „Freizeitkrankheit“ kommt es, wenn der Arbeitsstress von hundert auf null sackt und der Körper weniger Stresshormone wie Cortison, Adrenalin oder Noradrenalin produziert.

Das Immunsystem deutet das als Pausensignal: „Abschalten, entspannen!“ Prompt schlagen Viren und Bakterien zu, besonders wenn der Urlaub mit Strapazen wie Staus, nölenden Kindern oder einem Fluglotsenstreik beginnt. Besser wäre es, langsam in die stressfreie Phase hineinzugleiten. Legen Sie ein paar Puffertage ein, starten Sie nicht direkt vom Schreibtisch in den Urlaub. Möglichst schon vorher ein, zwei Tage zu Hause bleiben und die letzten Urlaubsvorbereitungen treffen. Ganz in Ruhe – und zwischendurch ein Nickerchen machen oder in einem Wellness-Bad relaxen.

Auf perfekten Ausgleich achten

Oft bietet nur der Urlaub die Chance, einseitige Belastungen auszugleichen. Deshalb sollte er einen Kontrapunkt zu den Jobwochen bilden. Kopfarbeiter brauchen eher Bewegung, die sie auspowert. Computerexperten sollten die Natur genießen. Wer viel mit Menschen umgeht, ist vielleicht reif für eine stille Insel. Und bei einem totalen Stressjob? Nichts gegen Trekking im Himalaja. Mehr Entspannung bringen aber drei Wochen Strand in Dänemark oder Wandern im Allgäu.

Sorgfältig planen

Um sich optimal zu erholen, brauchen Körper und Seele drei Wochen. Die erste Woche sollte im Zeichen des Sports stehen: z.B. mit Schnupperkursen für Surfen, Strandsegeln, Kraxeln, Golf oder Wandern. In der zweiten Woche das Tempo weiter herunterdimmen mit Lesen, Kuscheln oder Faulenzen am Strand. Lassen Sie in der dritten Woche Ihr Bauchgefühl entscheiden: mehr Entspannung oder lieber mehr Aktivität?

Individuelle Bedürfnisse beachten

Fast ein Drittel der Urlauber fühlt sich von den Miturlaubern genervt. Kein Wunder. Der eine will wandern, der andere shoppen. Kunst oder Bar, Bräunen oder Sightseeing, Relaxen oder Sport - planen Sie vorher ein lockeres Programm, das allen Bedürfnissen gerecht wird. Oder gehen Sie auch mal getrennte Wege. Und überlegen Sie vorher gründlich, ob Freunde, die schon im Alltag zur schwierigen Sorte gehören, die richtigen Reisepartner abgeben.

Beziehungsdiskussionen verschieben

Mal ehrlich: Bei jedem vierten Paar kriselt es im Urlaub. Bleiben Sie trotzdem gelassen. Verschieben Sie die Beziehungsdiskussion auf einen Zeitpunkt nach dem Urlaub. Oder vereinbaren Sie konkrete Schritte für zu Hause wie z.B. einen Stundenplan für Krisengespräche, mehr Nähe oder eine professionelle Paartherapie.

Paar, Urlaub

Wichtig: Diskutieren Sie nicht im Urlaub über Beziehungsprobleme.

8 Prozent der Urlauber bekommen einen Magen-Darm-Infekt. Um das zu vermeiden, nur gekochte oder geschälte Speisen essen, kein Leitungswasser trinken, keine Eiswürfel ins Glas geben, Zähne mit Mineralwasser putzen, möglichst oft die Hände waschen.

Handy ausschalten

Knapp einem Viertel der Frauen gelingt es nicht, im Urlaub Gedanken an den Job abzuschalten, weil das Büro sie oft über Handy anruft oder anmailt. Schon 8 Prozent müssen auch in der Freizeit mobil erreichbar sein. Deshalb möglichst konsequent das Handy ausschalten, nur einmal täglich die Mobilbox abhören. Mit den Kollegen vorher vereinbaren: anrufen nur im Notfall. Oder – falls Sie wirklich unentbehrlich sind – nur morgens zwischen 10 und 11 Uhr.

Bewusst genießen

Nutzen Sie jede Minute, von der Morgendusche bis zum Sonnenuntergang, um sich mit allen Sinnen auf die kleinen Dinge zu konzentrieren. Also unter der Dusche nicht den Tagesablauf planen. Das löst ersten Stress aus. Sondern jeden einzelnen Wassertropfen auf der Haut spüren – und genießen. Eine effektive Nachhaltigkeitsübung geht so: Augen schließen, im Sitzen die Aufmerksamkeit nach innen richten.
Beobachten Sie den Fluss Ihres Atems. Achten Sie darauf, wie sich der Bauch hebt und senkt, wie Sie immer ruhiger werden und die Atmung tiefer. Wer sich auf das Grundprinzip des genauen Hinsehens und Fühlens einlässt, rettet seine Urlaubsenergie länger in die Arbeitswelt hinüber. Und verhindert, dass sie schon nach der dritten Arbeitswoche wieder aufgebraucht ist.

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