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Gesundheit Gesundheitsmythen

Jeder kennt Sprichwörter wie "Schlaf ist die beste Medizin", aber was steckt dahinter und stimmen Sie überhaupt? Medizinische Studien kommen zu erstaunlichen Ergebnissen.
Frau lachen Bett

1. Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern

Die robusten Apfel-Faserstoffe (Pektine) fördern Verdauung und Stoffwechsel. Und sekundäre Pflanzenstoffe wie Quercetin verringern das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so eine Studie des National Public Health Institute in Helsinki/Finnland. Obendrein halten Äpfel das Hormon Insulin in Schach und regulieren so den Blutzucker. Vier Top-Sorten:
 
Jonagold: Die säurearmen Äpfel enthalten mit 27 Milligramm pro Stück viel Vitamin C und neutralisieren Schadstoffe. 
Red Delicious: ist der beste Gefäßreiniger und Herzschützer. Er bekämpft zellschädigende aggressive Sauerstoffmoleküle.
Braeburn: wirkt durch den hohen Gehalt an Chlorogensäure fast wie eine Zahnreinigung: Er vernichtet Kariesbakterien.
Elstar: aktiviert das Immunsystem durch überdurchschnittlich viele Bioenzyme. Und er schützt vor Gelenkentzündungen.
 
 

Alte Frau Motorrad fahren
2. Man ist nie zu alt, um Neues zu lernen 

Ein gezieltes Training von Wortschatz und Gedächtnis kann die Lernleistung bis ins hohe Alter sogar steigern. Das bewies die Züricher Längsschnittstudie zur Gedächtnisleistung im Alter (Zulu) an 334 gesunden Schweizern zwischen 66 und 81 Jahren.
 
 
Fitness fürs Gehirn: Ausdauertraining steigert die Hirndurchblutung, regt die Bildung neuer Neuronen an. Dafür reicht 2 bis 3 Mal pro Woche ein flotter Spaziergang von 30 Minuten aus. Und möglichst oft mit jemandem reden, rät Prof. Hans Georg Nehen, Memory Clinic in Essen: „Soziale Kontakte bringen mehr für die geistige Fitness als allein Kreuzworträtsel zu lösen.“ Brain-Food wie Omega-3-Fettsäuren in Lachs, Linsen oder Rapsöl schützen das Gehirn, täglich Nüsse oder Beeren verbessern die Denkfähigkeit um bis zu 20 Prozent.
 

3. In der Ruhe liegt die Kraft

Achtsamkeitsmeditationen stärken nachweislich das Immunsystem, zeigt eine Studie der Universität Chicago. Die Abwehrzellen werden aktiver, die Heilungschancen für Krankheiten steigen. Auch bei Dauerschmerzen, Niedergeschlagenheit oder Stress wirkt eine Meditation positiv.
 
So geht’s: Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einer Insel im Meer. Sie blicken ins ruhige Wasser, sehen nur tiefes Blau. Sie tauchen hinein, bis auf den Grund. Auch dort ist es absolut still. Jetzt stellen Sie sich vor, wie das Meer Ihren ganzen Körper sanft umflutet, wie sich seine Ruhe und Kraft in Ihnen ausbreitet.
 

4. Schlaf ist die beste Medizin 

Bereits nach einer Woche mit nur sechs Stunden Schlaf oder weniger pro Nacht baut das Immunsystem ab. Stressreaktionen und Entzündungen nehmen zu, belegt eine aktuelle britische Studie der Universität Surrey. Schlechter Schlaf schwächt auf Dauer das Herz, das Erkältungsrisiko verdreifacht sich. Wenigschläfer werden zudem dicker. Als optimal gelten sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht.
 
Tipps für gesunden Schlaf: Nach 19 Uhr nichts mehr essen. Immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen, Laptop oder TV aus dem Schlafzimmer verbannen. Die optimale Temperatur liegt bei 16 bis 17 Grad, die beste Wandfarbe ist Rosa. Bloß keine wilden Tapetenmuster – sie bringen nur Unruhe. Legen Sie alle Ihre Sorgen auf einen „Grübelstuhl“, oder notieren Sie sie in einer Kladde. Das macht die Probleme kleiner. Und: Ein Tee aus Baldrian, Melisse, Hopfen und Passionsblume lässt Sie gut schlafen.
Erholsamer Schlaf hilft auch beim Abnehmen. Nicht umsonst hat die Diät "Schlank im Schlaf" einen besonders guten Ruf. Lesen Sie mehr über diese Diät auf fuersie.de