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Beauty Wellness für die Seele

Eincremen statt Pillen schlucken? Das geht, bestätigt eine neue russische Studie. Kosmetik kann nämlich nicht nur pflegen, sondern auch trösten, Wut vertreiben, Energie entfachen und Lust machen.  

Nach einem stressigen Tag bis zur Nasenspitze im Badewasser versinken, sich zur Belohnung für ein gemeistertes Problem ein neues Parfüm kaufen, das Gesicht liebevoll mit einer Creme massieren – keine Frage, Kosmetik tut auch unserer Psyche gut. Aber warum ist das so? Was geht in uns vor, wenn wir uns pflegen?

„In Hirnstrommessungen kann man deutlich sehen, dass beim Eincremen vermehrt Alpha-Wellen entstehen, die auf Glücksgefühle und Entspannung hinweisen“, sagt Dr. Tatiana Rebeko, Psychologin an der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau, die eine Studie über die Wechselwirkung zwischen Beauty und Seele durchgeführt hat. Interessanterweise klappt das aber nur, wenn das Produkt unserem eigenen Geschmack entspricht. War eine Bodylotion z. B. dunkelgrau gefärbt, blieben die Alpha-Wellen bei den meisten der 22 bis 65 Jahre alten Probandinnen aus. Ein weiteres wichtiges Kriterium für positive Seeleneffekte ist der Duft. 43 Prozent der Frauen gaben an, sie würden eine Creme nur benutzen, wenn ihnen die Parfümierung zusagt. Wie stark unsere Psyche bei der Wahl unserer Kosmetik mitmischt, zeigte sich besonders daran, dass die Studienteilnehmerinnen ihre Pflege nicht etwa vorrangig nach ihren Hautproblemen, sondern zu einem Großteil nach ihren psychischen Bedürfnissen aussuchten.

„Die Wahl ließ eindeutig Rückschlüsse auf die Beziehung der Frauen zu ihrer Umwelt zu“, sagt Tatiana Rebeko. Testpersonen, die im Alltag aktiv die Konfrontation suchen, bevorzugten z. B. klärende und peelende Produkte. Wer sich als schüchtern empfindet, griff eher zu einer Pflege, deren schützender Charakter betont wurde, während sich rationale Menschen meist für reichhaltige Cremes mit Hightech-Wirkstoffen entschieden. Andersherum bedeutet das aber auch: Wenn wir zu einem Beauty-Produkt innerlich Ja sagen, können wir damit viel erreichen – sowohl auf unserer Haut als auch in Bezug auf unsere Stimmung. Tatiana Rebeko: „Aus der Aromatherapie ist z. B. bekannt, dass Düfte über unsere 5 Millionen Riechzellen direkt aufs limbische System wirken, das Gefühlszentrum in unserem Gehirn.“ Aber auch Massagen oder der Anblick unseres eigenen Spiegelbildes lassen sich gezielt nutzen, um unsere Seelenlage zu beeinflussen. Hier kommen die besten Tipps!   

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