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Infektion der Harnwege Schnelle Hilfe bei Blasenentzündung

Die besten Maßnahmen bei einer Infektion der Harnwege.

Es ist so gemein: Man muss unbedingt und ständig zur Toilette, doch Erleichterung erfährt man dort nicht. Denn beim Wasserlassen tut es erst recht richtig weh – oder besser: beim Tröpfeln, denn die Durchspülung klappt auch nicht mehr so gut. Außerdem schmerzt es im Unterleib. Jede zweite Frau kennt diese typischen Symptome einer Blasenentzündung. Sie sind eine häufige Plage, aber deshalb noch lange kein Grund, sie zu unterschätzen.

Check: Selbst behandeln oder lieber zum Arzt?
  • Tritt bei Ihnen zusätzlich Fieber auf?
  • Bemerken Sie zusätzlich Kreuzschmerzen? 
  • Nehmen Ihre Beschwerden nach  drei Tagen nicht ab?  
  • Treten Ihre Beschwerden immer  wieder auf?  
  • Enthält Ihr Urin Spuren von Blut? 
  • Sind Sie in den Wechseljahren oder  zuckerkrank?  
  • Sind Sie schwanger?  

Wenn Sie nur eine der Fragen mit Ja  beantworten, sollten Sie unbedingt  einen Arzt aufsuchen. Am besten einen  Urologen.

Denn wird die Infektion heftiger oder gar chronisch, kann man sie nur noch mit Antibiotika bekämpfen. Mit der Gefahr, dass der Bakterienkiller irgendwann nicht mehr wirkt. Schuld an der Infektion der Harnwege sind Kolibakterien, die bei einer Abwehrschwäche der Blase in die Harnwege gelangen. Am besten hilft eine kombinierte Strategie, um sie wieder loszuwerden. Hier die besten fünf Maßnahmen:

1 Spülen: Trinken, trinken, trinken – am besten Kräutertees (Brennnessel, Goldrute oder Birke) oder einfach viel Wasser – zwei bis drei Liter sollten es sein. Und möglichst oft zum WC gehen. So wird man die Keime los.

2 Sich Ruhe gönnen: Das gibt dem Körper Gelegenheit, sich zu stärken.

3 Entspannung, kombiniert mit Wärme: Denn Kälte senkt die Durchblutung im Intimbereich, Wärme mobilisiert hingegen die Abwehr. Am besten hilft immer noch die gute alte Wärmflasche oder ein heißes Bad und hinterher ab ins Bett.

4 Antibakteriell wirkende Naturmedizin: In Tabletten sind die Wirkstoffe höher dosiert als etwa in Heiltees. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, zu einem Nahrungsergänzungsmittel zu greifen. Es eignet sich zum Beispiel ein Bärentrauben- blätter-Extrakt. Er verringert die Anzahl der Krankheitserreger (z. B. in „Arctuvan“; Apotheke). Oder ein Extrakt von Cranberries, die amerikanische Verwandte der Preiselbeere („Tuim Urofemin“, Apotheke).

5 Bei starken Schmerzen: Dann helfen krampflösende Medikamente z. B. mit dem Wirkstoff Butylscopolamin („Buscopan“; Apotheke).

So beugen Sie der nächsten Blasenentzündung vor

Wichtig ist es, ausreichend zu trinken, aber Kaffee, Alkohol und stark gewürzte Speisen zu vermeiden. Das reizt eine empfindliche Blase. Außerdem nicht zu lange den Toilettengang hinauszögern, denn dann konzentrieren sich die Bakterien im Harntrakt. Immer schön warm halten und bei Stress einen Gang runterschalten.

 

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