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Alternativmedizin Heiltees für Frauen

Jeder Deutsche trinkt im Schnitt 25 Liter Tee – im Jahr. Mehr wäre besser, denn grüner, schwarzer und Kräutertee sind allemal gesünder als Kaffee. Und Heilpflanzentees sind sogar die ältesten Arzneimittel der Welt. Gut für Sie!

Blonde Frau

Erst mal eine Tasse Tee trinken – keine schlechte Idee. Gerade jetzt, in der herbstlichen „Cocooning“-Zeit. Denn Tee schenkt nicht nur Wärme, Wohlgefühl und innere Ruhe: Kommt die Heilpflanzenvariante in die Tasse, ist das geradezu Therapie. Zahlreiche Studien belegen, dass solche Tees Hauterkrankungen lindern, Zellschäden reparieren und das Risiko für Magenschleimhaut-Entzündungen um die Hälfte reduzieren. Diese zehn wirksamsten Heiltees (alle aus der Apotheke) gegen typisch weibliche Beschwerden können noch mehr. 

1. Blasenbeschwerden

Ständiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und ziehende Bauchschmerzen werden meist von Escherichiacoli-Bakterien aus dem Darm ausgelöst. Aber auch Sitzen auf kaltem Untergrund oder in Zugluft können die Blase entzünden.  

  • Diese Heilpflanze hilft: Das Heidekraut Bärentraube enthält die Wirkstoffe Arbutin und Methylarbitin. Beide wirken desinfizierend und vor allem im Harn antibakteriell. Die Gerbstoffe der Pflanze lindern den Reiz. Aber: Nicht mehr als 10 g Bärentraubenblätter pro Tag verwenden.
    Das beste Rezept:
    2 TL Bärentraubenblätter mit 1 Tasse Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen. 3-mal täglich 1 Tasse trinken.
    Darauf sollten Sie achten:
    Bei Übelkeit und Erbrechen sofort absetzen. Zusätzlich zum Heiltee 2 bis 3 Liter stilles Wasser trinken.
    Bitte zum Arzt gehen: Wenn die Beschwerden nicht nach drei Tagen nachlassen, bei Fieber, Blut im Urin.

2. Fiebriger Infekt

Die Stirn wird heiß, man fühlt sich schlapp. Eine erhöhte Temperatur besteht bei mehr als 37,8 Grad (im Mund oder in den Achselhöhlen gemessen) oder 38,2 Grad (rektal). Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion mit Keimen.

  • Diese Heilpflanze hilft: Mädesüß enthält Pflanzenstoffe, die eine schweißtreibende Wirkung entfalten. Die Verdunstungskälte drückt das Fieber zuverlässig runter.
    Das beste Rezept:
    1 bis 2 TL Mädesüßkraut mit 150 ml siedendem Wasser übergießen, zudecken und nach 10 bis 15 Minuten abseihen. Den Tee idealerweise 3-mal täglich heiß trinken. Wichtig: Als Tagesdosis 3,5 g der getrockneten Blüten nicht überschreiten.
    Darauf sollten Sie achten: Zu hohe Dosierungen können gelegentlich zu Übelkeit und Magenbeschwerden führen. Für schwangere und stillende Frauen nicht geeignet.
    Bitte zum Arzt gehen:
    Wenn das Fieber länger als zwei Tage anhält oder über 40 Grad steigt.

3. Menstruationsprobleme

Etwa jede fünfte Frau leidet unter zu schwachen, unregelmäßigen, zu heftigen oder übermäßig schmerzhaften Monatsblutungen. Ursache ist vor allem eine hormonelle Dysbalance, aber auch Stress, falsche Ernährung und Bewegungsmangel schaden.  

  • Diese Heilpflanze hilft: Das Rosengewächs Gänsefingerkraut heilt durch Bitter- und Gerbstoffe und Gerbsäure, die die Muskulatur entspannen. Pro Tag nicht mehr als 4 g anwenden.
    Das beste Rezept:
    1 bis 2 TL Gänsefingerkraut mit 150 ml heißem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen. 5-mal täglich 1 Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken.
    Darauf sollten Sie achten:
    In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer schmerzhaften Magenreizung.
    Bitte zum Arzt gehen:
    Wenn die Beschwerden so stark werden, dass sie den Alltag stören.

4. Nervosität und gestresstes Herz

Stress, dauernde Überlastung und Ängste können zu innerer Unruhe, Rastlosigkeit, vermehrtem Schwitzen, Konzentrationsstörungen und nervösen Herzbeschwerden führen.

  • Diese Heilpflanze hilft: Die Kletterpflanze Passionsblume wirkt durch ihre Inhaltsstoffe Vitexin und Maltol beruhigend auf das vegetative Nervensystem und das Herz (bei Herzneurose und nervösen Rhythmusstörungen). Die heilsame Tagesdosis liegt zwischen 4 und 8 g. m
    Das beste Rezept:
    1 TL Passionsblumen-Kraut mit 150 ml warmem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Pro Tag 2 bis 4 Tassen trinken. Oder 30 Minuten vor dem Schlafengehen langsam 1 Tasse trinken.
    Darauf sollten Sie achten:
    Am effektivsten wirkt eine 6-Wochen-Kur.
    Bitte zum Arzt gehen:
    Wenn Nervosität in eine depressive Verstimmung umschlägt, Herzbeschwerden bei körperlicher Anstrengung zunehmen und man sich schlapp fühlt.