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Reisen Traumhafte Wanderwege im Allgäu

Schmale Grate, bequeme Waldwege und hier und da eine Alpe zum Einkehren: der Naturpark Nagelfluhkette mit Oberstaufen und den Hörnerdörfern nördlich der Allgäuer Alpen erfüllt alle Wanderwünsche. Wir haben zertifizierte Premium-Wanderwege ausgesucht, die Erwachsene begeistern, und einen, auf dem speziell Kinder ihren Spaß haben.

Naturpark Nadelfluhkette

Der Naturpark Nagelfluh um Oberstaufen und die Hörnerdörfer ist eine ganz besondere Wanderregion. 14 Gemeinden im deutsch-österreichischen Grenzgebiet haben sich zu diesem Naturpark zusammengetan. Das seltene Gestein Nagelfluh gab ihm seinen Namen. Es erinnert an die Jahrmillionen, in denen diese Landschaft entstanden ist. Markante Felsformen, kantige Scharten, Schluchten: Ja, das Hochgebirge ist nicht weit.

Blumenwiese
Die Hörnerdörfer, ein Zusammenschluss von fünf ursprünglichen Orten, liegen zum Teil in alpiner Höhe. Doch es gibt auch sanfte Hänge, weidende Rinder, einladende Sennalpen – und immer irgendwo einen Wanderweg, der sich durch die Landschaft schlängelt.

Nagelfluhkette

Elf Kilometer ist er lang, der Wanderweg „Wildes Wasser“. Und er beginnt ganz gemütlich an der Bergstation Hündle-Bahn, die in Oberstaufen startet und für Gäste mit Oberstaufen Plus-Karte des Ferienortes kostenfrei ist. Auf 1000 Meter schwebt der Sessellift hinauf. Aber von diesem beschaulichen Wanderbeginn sollte man sich nicht täuschen lassen. „Am Ende wird’s ganz schön anstrengend“, erzählt Wanderführer Theo Palecek. Zuerst sind nur die Augen gefordert: Hier Alpwiesen mit dem Allgäuer Braunvieh, das dem Wanderer unbeteiligt nachsieht. Dann ein Blick hinunter zum Alpsee. Schließlich begleitet der Mittelbach teilweise den Weg, an dessen Rand Farnwedel wachsen und zart lila Ruprechtskraut blüht. Dann hört man sie schon: die Buchenegger Wasserfälle. Hier schüttet die Weißach ihre Wassermassen in die Tiefe.

Buchenegger Wasserfälle
Über zwei Felsstufen und dann 18 Meter tief in einen Gumpen. „So heißen bei uns die Vertiefungen im Bachlauf“, klärt der Oberstaufener Theo den unwissenden Wandersmann aus dem Norden auf. Was gibt es denn jetzt Schöneres, als sich ans Ufer zu hocken, dem tosenden ewigen Fallen des Wassers zu lauschen und darüber zu philosophieren, dass es immer weiter fällt und fällt und fällt. Hier kann man auch erfahren, warum es Nagelfluh heißt: Es ist das typische Gestein des Naturparks. Wer nicht einfach nur ins hellgrüne kühle Wasser schauen mag, nimmt die Felswände ins Visier. In Jahrmillionen sind hier Kiesel zu einer Art „Beton“ zusammengedrückt worden.
Doch dann heißt es, an den Rückweg denken. Und der hat es in sich. „Das ist kein Spaziergang“, sagt Theo nur und los geht’s. Von den müden Waden lenken aber die uralten, wunderschönen Bäume ab. Einem Urwald ähnlich wachsen hier Weißtannen, Buchen, Ahorne und Eschen. Zwischendurch ein umgestürzter Baumriese, der vor sich hin rottet. „Das ist ein natürlicher Wald, hier wird nicht von Menschenhand eingegriffen“, weiß der Wanderführer. Diese urwüchsige Natur ist es auch, die Theo Palecek auf dieser Wanderung besonders gefällt. Und das lässt jede Anstrengung dann doch vergessen.

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