[Alt-Text]

Wie viel ist zu viel? Diabetes: Macht zu viel Zucker krank?

Keine Frage, Zucker ist ein essentieller Bestandteil unserer Nahrung und in Maßen wichtig für den Körper. Allerdings gibt es viele verschiedene Arten von Zucker. Welcher Zucker ist gesund und welcher schädlich? Und wie viel Zucker wird vom Körper überhaupt benötigt? Vital wirft einen Blick auf die verschiedenen Zuckerarten und klärt, ab wann Zucker krank machen kann.
Macht zu viel Zucker krank?

Zucker, Zucker, Zucker. Wohin man auch schaut, gibt es heutzutage Zucker. Er ist in unseren Getränken und in unseren Lebensmitteln. Sogar in Wurst und Brot kann man ihn finden. Viele trinken ihn morgens in ihrem Kaffee oder essen ihn beim "gesunden" Müsli-Frühstück. Doch wie viel Zucker ist überhaupt gesund? Oder leben wir heutzutage in einer Gesellschaft, die überzuckert ist? Fakt ist: Diabetes ist zu einer Volkskrankheit geworden. Doch gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Zuckerkonsum und dem Diabetesrisiko? In unserem Artikel gehen wir auf die Unterschiede zwischen "gutem" und "schlechtem" Zucker ein, schauen auf die Zusammenhänge zwischen Zucker und Diabetes und sagen Euch, wie Ihr den Verzehr von Zucker einschränken könnt, ohne auf etwas verzichten zu müssen.

Was ist guter und schlechter Zucker?

Wie viel Zucker ein Mensch am Tag benötigt, ist, wie sollte es anders sein, individuell abhängig, denn das hängt mit den Kalorien zusammen, die täglich verbrannt werden. Der weibliche Körper braucht beispielsweise weniger Zucker als der Männliche. Sportler/innen brauchen wiederum etwas mehr. Durchschnittlich kann man aber sagen, dass Frauen circa 50 Gramm Zucker täglich zu sich nehmen sollten und Männer etwa 65 Gramm. In beiden Fällen entspricht diese Menge in etwa 100 Gramm Gummibärchen oder einem großen Glas Cola. Ihr seht also, das ist nicht besonders viel. Zumal Ihr den Zucker nicht pur zu Euch nehmen müsst. Euer Körper kann aus der Nahrung Zucker extrahieren. Außerdem ist in vielen Lebensmitteln (wie saure Gurken oder Ketchup) versteckt Zucker enthalten und uns fällt gar nicht auf, dass wir bei ihrem Verzehr den Süßmacher zu uns nehmen. Welche Lebensmittel sonst noch versteckten Zucker enthalten, erfahrt Ihr in unserem Ratgeber

Zudem muss man noch zwischen gutem und schlechtem Zucker unterscheiden. Fruchtzucker, wie er in Obst oder anderen natürlichen Lebensmitteln auftritt, kommt in Kombination mit vielen anderen Nährstoffen und Vitaminen daher. Er gilt als guter Zucker. Fabrikzucker allerdings enthält keine anderen Spuren und führt dem Körper eben auch nur reinen Zucker zu. Kein Wunder, dass hier von schlechtem Zucker gesprochen wird. Da bei der Verarbeitung von Lebensmitteln aber fast ausschließlich Fabrikzucker genutzt wird, solltet Ihr, wenn es geht, auf zuckerhaltige Kost verzichten. 

Hängen Zucker und Diabetes zusammen?

Ganz klar: jein. Bisher wurde noch kein direkter Beweis zwischen zu hoher Zuckerzufuhr und Diabetes gefunden. Allerdings haben Forscher mittlerweile einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Adipositas (Fettleibigkeit) aufdecken können. In einer Studie bewiesen sie, dass gerade Menschen, die in jüngeren Jahren an Übergewicht litten, später häufig an Typ-2-Diabetes erkranken. Teilweise stieg das Diabetes-Risiko um das 4,3-Fache zu dem eines normalgewichtigen Menschen. Grund hierfür, so die Forscher, sei die größere Belastung des Organismus durch einen zu hohen Körperfettanteil. Da es mittlerweile zahlreiche Studien gibt, die belegen, dass Zucker dick macht, liegt der Schluss nahe: Zwar sorgt Zucker nicht direkt für Diabetes, die Gewichtszunahme durch zu viel Zucker allerdings schon. In unserem Artikel zeigen wir, wie die Industrie schon bei Lebensmitteln für die Kleinen schummelt.

Nun könnte man ja sagen, so lange man auf sein Gewicht achtet, kann man so viel Zucker zu sich nehmen, wie man möchte. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Denn Zucker gelangt schnell ins Blut und verursacht dadurch das Ausschütten von Insulin, welches in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Insulin entfernt den Zucker aus dem Blut und führt ihn den verschiedenen Zellen und Organen zu, die daraus Energie gewinnen. Bei dauerhaft hohem Zuckerkonsum kann es passieren, dass die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin produziert und der Insulinhaushalt dauerhaft erhöht ist. Dies kann zu chronischen Krankheiten führen und steht im Verdacht, Alzheimer auszulösen.

Die gute Nachricht: Es geht auch ohne Zucker

Das Alles klingt dramatisch und das ist es auch. Ihr müsst jetzt aber nicht auf Eure geliebte Schokolade verzichten. Gelegentliches Sündigen schadet keinem. Vielmehr geht es hier um den massiven jahre-, wenn nicht jahrzehntelangen Konsum von zuckerhaltiger Nahrung. Außerdem gibt es mittlerweile genügend Zucker-Alternativen, welche den Blutzuckerspiegel auf einem niedrigen Niveau halten. Von zuckerfreier Cola bis Schokolade gibt es heute vieles sogar in normalen Supermärkten zu kaufen. Unser Artikel über zuckerfreie Süßigkeiten stellt noch weitere Alternativen vor. Zwar stehen viele Menschen auch Süßstoff (beispielsweise Aspartam) und Stevia skeptisch gegenüber, allerdings gibt es bis heute keine Studie, die einen schädlichen Einfluss dieser beiden Stoffe auf den menschlichen Körper nachweisen konnte.

Wie so oft gilt auch bei Zucker: In Maßen gesund, in Massen gefährlich. Ausgewogenheit ist gerade bei Zucker das Zauberwort. Ernährt Ihr Euch gesund und treibt Sport, verzeiht Euch Euer Körper auch einmal die abendliche Schlemmerei. Sitzt Ihr viel vor dem Computer oder bewegt Euch nicht ausreichend, kann ein zu hoher Zuckerkonsum gerade über einen langen Zeitraum durchaus gefährlich werden. So oder so sind natürliche Lebensmittel die bessere Wahl, auch wenn das die Ernährungsindustrie nur ungern hört. Macht unseren Test und prüft, ob Ihr Euch gesund ernährt