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Weltvegetariertag Vegetarier - Wer isst was?

Fleisch steht nicht auf ihrem Speiseplan, klar. Aber in puncto Fisch, Eier und Milch unterscheiden sich die Vegetarier voneinander. Unser kleines Who’s who.

Korb mit Gemuese

Ovo-Lacto-Vegetarier

Die größte Gruppe: Sie essen weder Fleisch, Geflügel noch Fisch. Erlaubt sind Milchprodukte und Eier. Eine sehr gesunde Ernährung, urteilen Experten – vorausgesetzt, der Speiseplan wird sorgfältig zusammengestellt.

Lacto-Vegetarier

Essen kein Fleisch, Geflügel, Fisch und auch keine Eier. Bei Milch, Käse und verwandten Produkten greifen sie aber zu. Ihre Versorgung mit allen lebenswichtigen Nährstoffen ist so gesichert.

Ovo-Vegetarier

Verzichten auf Fleisch, Geflügel, Fisch und auf Milchprodukte. Eier werden gegessen. Wer sich in dieser Form ernährt, sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 und Kalzium achten.

Pescetarier 

Diese Gruppe, auch Pesco-Vegetarier genannt, hat Fleisch von ihrem Speiseplan gestrichen, isst aber Fisch, Milchprodukte und Eier.

Veganer 

Die Strengen unter den Vegetariern essen überhaupt keine tierischen Produkte. Das heißt keine Milch und keine Eier, aber auch keinen Honig oder Gummibärchen mit Gelatine. Weil sie die Ausbeutung von Tieren in jeder Form ablehnen, tragen viele Veganer zudem keine Wollkleidung oder Lederschuhe. Die damit oft verbundene Weltanschauung ist auf dem Vormarsch: Schätzungsweise jeder Zehnte der sechs Millionen Vegetarier in Deutschland lebt vegan. Wichtig dabei: jährlich die Vitamin-B12-Werte beim Arzt checken lassen, eventuell ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Frutarier 

Die Extremisten unter den Veganern essen nur pflanzliche Produkte, deren Ernte die Stammpflanze nicht beschädigt. Im Klartext heißt das: vor allem Obst und Nüsse, also nur die Früchte von Pflanzen. Getreide (wird gemäht!) verschmähen sie. Viele Frutarier meinen, dass der Mensch biologisch ein Fruchtesser ist. Ernährungsexperten warnen jedoch: Frutarismus führe dem Körper nicht alle notwendigen Nährstoffe zu.

Freeganer

Diese Gruppe geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie isst nur nicht-tierische Produkte, die nichts kosten. Statt in den Supermarkt zu gehen, wühlen Freeganer in dessen Mülltonnen oder gehen in den Wald zum Pilze sammeln – nicht um Geld zu sparen, sondern aus Protest gegen Wegwerfgesellschaft und Massenkonsum.

Pudding-Vegetarier

Sie essen zwar kein Fleisch, nehmen es aber mit ihrer Ernährung nicht so genau. Oft wird zu Fertigprodukten oder Süßigkeiten gegriffen, zu Obst und Gemüse eher selten. Vor allem Jugendliche hängen dieser Form des Vegetarismus an. So eine Ernährung ist aber genauso gesund oder ungesund wie die von Fastfood verzehrenden Fleischessern.

Flexitarier

Diese „Gelegenheitsvegetarier“ legen Wert auf gesunde Ernährung und essen generell wenig Fleisch. Falls doch, achten sie auf hohe Fleischqualität ohne Massentierhaltung und bereiten es sorgfältig zu.

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