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Zucker & Süßigkeiten Naschen gegen Stress

Warum ist eigentlich das Verlangen nach Schokolade, Keksen und anderen Naschereien bei Stress am größten? Wir verraten, warum Zucker wirklich in stressigen Situationen helfen kann und was es für Alternativen gibt.

Egal ob Kekse, Gummibärchen, Schokoriegel, Chips oder Bonbons, wenn bei der Arbeit ein Termin den nächsten jagd, Zuhause der ganze Haushalt wartet und private Termine eingehalten werden müssen, greifen ein Drittel aller Menschen stressbedingt zu Süßem. Aber warum ist das eigentlich so?

Stress-Essen

Das sogannten Stress-Essen lässt sich auf die Evolution zurückführen. „Möglicherweise spielt es eine Rolle, dass Fett ein guter und Zucker ein schneller Energielieferant ist“, erklärt Dr. Ingrid Kiefer, Ernährungswissenschaftlerin und Gesundheitspsychologin der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in Wien. In der frühen Geschichte der Menschheit forderte der Körper Zucker und Fett ein, wenn Gefahr drohte und der Mensch flüchten musste. Dieses Gefühl des "Stresses" lösen heutzutage zwar anderen Dinge aus, die Reakton ist aber nach wie vor die gleiche - so die These.

Frau, Schokolade
Eine wiederum psychische Erklärung für den Griff nach Süßigkeiten ist, dass wir uns in stressigen Situationen entspannen und für die erldigte Arbeit belohnen wollen. Und da sind die leckeren Naschereien schnell zur Hand, weil sie nun mal am besten schmecken. Snacks wie Chips oder Schokolade landen so schnell im Mund. Und oft bleibt es nicht nur bei einem Stück, sondern die ganze Tafel ist im Nu verschwunden. Das liegt daran, dass Menschen unter Stresseinfluss die Geschmacksrichtung "süß" nicht so lange wahrnehmen können wie normalerweise.

Allerdings ist es wissenschaftlich nicht gänzlich belegt, dass Zucker oder Fett Stress wirklich körperlich reduzieren. Zwar haben Wissenschaftler herausgefunden, dass eine kohlenhydratreiche Speise für mehr Bildung des glücklich machenden Botenstoffes Serotonin sorgt, das euphorische Gefühl ist jedoch nur von kurzer Dauer. Vielmehr geht es bei den "Stress-Essern" um das emotionale Gefühl des Genusses, während einer angespannten Situation kurz zu entspannen und mit neuer Energie weiter zu machen.   

Süße Früchte anstatt Naschereien

Wer nun meint, Schokolade, Gummibärchen und Co. seien die Lösung, dem Alltagsstress zu entfliehen, hat weit gefehlt. Bei zu häufigem Stress-Naschen schwankt das Gefühl des Genusses schnell um und zwar in Reue und Schuldgefühle. Besonders Frauen fühlen sich nach einer zu großen Menge von Süßigkeiten schlecht, vor allem bei dem Gedanken an die Anzeige auf ihrer Waage. Deshalb sollten Süßigkeiten möglichst auch reduziert werden. Statt den zuckerhaltigen Naschereien schmecken auch süße und getrocknete Früchte wie Banane, Datteln oder Feigen lecker. Und auch sie besänftigen das gestresste Gemüt und liefern nebenbei noch zahlreiche Vitamine.

Um wirklich einen anstrengenden Tag hinter sich zu lassen, sollte eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten im Vordergrund stehen, um dem Körper die benötigten Vitamine und Ballaststoffen zukommen zu lassen.

Nicht zu vergessen: Bewegung ist nach wie vor das beste Mittel gegen Stress. Nutzen Sie die Mittagspause, um einen kleinen Spaziergang zu machen oder gehen Sie nach der Arbeit joggen, schwimmen oder Fahrrad fahren. Auch haben sich Entspannungsübungen wie zum Beispiel Autogenes Training, Yoga und Pilates gegen innere Belastung bewährt. Wichtig ist dabei, nach turbulenten Situationen zu entspannen und die Reserven neu aufzutanken, damit Sie in den nächsten Stress-Phase nicht wieder sofort nach Zucker greifen.

Yoga entspannt nicht nur Körper und Geist, sondern macht auch richtig Spaß. Besonders die speziellen Yoga-Trends bringen Tiefenentspannung und Abwechslung in Ihren Alltag.

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Autor:
Angela Galliard