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Qualität Ein gutes Stück Fleisch

Bei uns kommt Lammfleisch eher selten auf den Teller - schade eigentlich. Denn es schmeckt aromatisch und ist gesund. Ein paar Fakten, um Sie umzustimmen.

Lammfleisch

Die Fangemeinde von Lammfleisch ist wie bei Wild noch überschaubar: Nicht mal ein Kilo isst jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Das liegt am vergleichsweise kräftigeren Geschmack und dem dunklen Fleisch. Dabei machen gerade Aroma und Konsistenz für Liebhaber das Besondere aus. Ob gebraten oder geschmort, Lammfleisch lässt sich vielfältig zubereiten. Und nicht nur das...

So gesund

Vom Nacken bis zur Keule gesunder Genuss: Lamm enthält viele wichtige Mineralstoffe, vor allem Eisen, Zink und Niacin – wichtig für die Zell- und Blutbildung, Stärkung der Abwehrkräfte, Energiegewinnung sowie für das Nervensystem. Außerdem die Vitamine A, C, D, K und die der B-Gruppe wie B12 – unverzichtbar für den Knochenaufbau und den Stoffwechsel. 


Gleichzeitig stecken nur wenig Fett und Cholesterin drin, 100 Gramm Lammfleisch enthalten gerade mal 53 Milligramm Cholesterin – fast wie bei Speisefischen.

So hohe Qualität

Bis zu seinem ersten Geburtstag gilt das junge Schaf als Lamm. In Deutschland essen wir meist „Milchlamm“: Diese Tiere sind maximal sechs Monate alt und haben deshalb noch sehr helles Fleisch. Trotz des geringen Anteils am gesamten Fleischverbrauch wird der Bedarf an Lammfleisch zur Hälfte durch importiertes Fleisch gedeckt. Dies stammt aus Frankreich, Polen und Irland, vor allem aber aus Neuseeland.
Und dafür sprechen gute Gründe: Während es in Deutschland im Winter draußen zu kalt wird und die Tiere im Stall bleiben müssen, können die Lämmer in Neuseeland das ganze Jahr draußen weiden, Gras und zarten Klee fressen. Auch deshalb leben mittlerweile 35 Millionen Schafe in Neuseeland – fast achtmal so viele wie Einwohner. Massentierhaltung wie bei Schweinen und Geflügel gibt es bei Lamm (auch in Deutschland) nicht.
Die optimalen Weidebedingungen und der Verzicht auf Wachstumshormone garantieren einen extramilden Geschmack und eine konstant gute Qualität, die von der Aufzucht bis zum Transport von einer autonomen Regierungsbehörde kontrolliert wird, der Asure New Zealand. Dafür bürgt seit mehr als 30 Jahren die gelb-rote Neuseeland-Lamm-Plakette auf der Packung. Aber Qualität hat ihren Preis. Längere Wachstumszeiten und die geringe Nachfrage führen dazu, dass Lammfleisch pro Kilo etwa ab 20 Euro kostet.

So vielseitig in der Küche

Am besten passen Herbstgemüse dazu. Kombinieren Sie Lammfleisch mit Rüben, Pilzen, Maronen, Kürbis. Auch eine leicht fruchtige Note unterstützt den kräftigen Geschmack. Hierfür eignen sich Pflaumen, Feigen, Cranberrys oder Äpfel.
Bedecken Sie frisches Fleisch mit einem feuchten Tuch, dann können Sie es zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Aber nicht Hackfleisch und Innereien, die sollten Sie noch am Tag des Kaufs verbrauchen, weil sie wie bei jedem Tier sehr anfällig für Bakterien sind.
Tiefgefrorenes Fleisch (in einer unversehrten Verpackung) hält sich im Gefrierschrank bis zu einem halben Jahr. Entfernen Sie vor dem Zubereiten so viel Fett wie möglich, da es dem Fleisch sonst einen unerwünscht talgigen Geschmack geben kann. Achtung, durch zu langes Garen wird das Fleisch leicht sehr zäh und trocken und verliert sein Aroma. Am besten schmeckt Lamm, wenn es innen noch leicht rosig ist.

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