[Alt-Text]

Richtig entgiften und entschlacken Die neun wichtigsten Fastenmethoden

Wie viele Methoden zum Fasten gibt es eigentlich? Und welche sind die wirkungsvollsten? Wir haben die Antwort. Außerdem: 10 Tipps, wie Ihr Euer Durchhaltevermögen trainiert
Die neun besten Fastenmethoden

Ihr wollt effektiv fasten, entschlacken und entgiften? Wisst aber nicht so richtig wie? Die Auswahl an Fasten-Methoden ist riesig, deswegen zeigen wir Euch die 9 wichtigsten – damit Ihr fokussiert und einfach abnehmen könnt. Außerdem beantworten wir die 10 häufigsten Fragen rund ums Durchhalten und clevere Verzichten. 

Heilfasten nach Buchinger

Entwickelt hat diese Methode mit Aufbau- und Entlastungstagen, leichter Bewegung oder Entspannungsübungen der Arzt Dr. Otto Buchinger (1878– 1966). Ihr trinkt dabei täglich 250 kcal – reichlich Wasser, Kräutertee, etwas Honig, frische Gemüsebrühe, mit heißem Wasser verdünnten Gemüse- und Obstsaft. Wichtig: Fasten soll auch seelischen Ballast abwerfen. Deshalb viel Ruhe und Entspannung währenddessen gönnen. 

 

Säure-Basen-Fasten

Es sorgt für einen optimalen Säure-Basen-Haushalt. Dafür verzichtet Ihr während der Kur komplett auf säurebildende Lebensmittel und setzt stattdessen auf basenreiche: kein Fleisch, keine Wurst oder Milchprodukte, dafür viel frisches Obst und Gemüse, Kräuter, Nüsse und hochwertiges Pflanzenöl. Zur Unterstützung könnt Ihr Basen-Produkte einnehmen (z. B. „Basica“, in Apotheken). Zu den 3 Mahlzeiten am Tag Mineralwasser und Kräutertees trinken. 

 

Fasten nach Hildegard von Bingen

Bei der Fastenkur nach der Benediktinerin Hildegard von Bingen (1098–1179) bekommt der Körper bis zu 800 Kalorien täglich. Ein- bis zweimal ist eine Gemüsebrühe mit Dinkelschrot und frischen Kräutern erlaubt. Dazu kommen gedünstete Äpfel, Fencheltee. Auch Bewegung, Ruhe und Meditation sollen nicht zu kurz kommen. 

 

F.-X.-Mayr-Kur

Im Volksmund trägt die Kur des österreichischen Arztes Dr. Franz Xaver Mayr (1875–1965) den Namen Milch-Semmel-Fasten: Morgens und mittags gibt es ein altbackenes Brötchen. Jeder Bissen wird 40-mal gekaut, mit 1/4 bis 1/2 l Milch hinuntergespült. Kräutertee und Gemüsebrühe sind auch erlaubt. Zusätzlich wird der Darm mit Einläufen sanft gereinigt, der Bauch intensiv massiert, um Darm, Blase, Galle, Milz und Leber zu aktivieren.

 

Null- oder Saftfasten

Strenger geht’s kaum: Nur Wasser und Kräutertees dürft Ihr trinken, zusätzlich pro Tag 1/2 l Frucht- bzw. Gemüsesaft und/oder 1/2 l heiße Gemüsebrühe. Das bedeutet für den Körper Alarmstufe Rot. Er fährt seinen Stoffwechsel fast auf Null runter, verwertet Energiedepots aus Fettpölsterchen und Muskel-Eiweißen. Problem: Für künftige Not-Zeiten legt der Körper danach Fettdepots an – Jo-Jo-Effekt! 

 

Molke-Fasten

Bei dieser Sonderform des Saftfastens wird pro Tag 1 l eiweißreiche Molke getrunken – verteilt auf fünf Portionen. Dazu gibt es Obst-, Sauerkrautsaft, natriumarmes Wasser. 

 

Intervall-Fasten

Ihr könnt zwischen längeren täglichen Essenspausen oder ganzen Fastentagen wählen. Am bekanntesten ist das 5:2-Fasten: fünf Tage die Woche wie gewohnt, aber kalorienbewusst essen. An zwei Tagen fasten. Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Kartoffeln und Zucker sind dann tabu. Dazu viel Wasser und ungesüßten Tee. Ihr könnt mit dem Essen aber auch 16 Stunden inklusive der Nacht pausieren. Oder eine Mahlzeit pro Tag ausfallen lassen („Dinner-Cancelling“). Vorteil: Es tritt kein Jo-Jo-Effekt ein.

 

Fastenwandern

Das stramme Walking (8 bis 25 km pro Tag) in Gruppen verstärkt den Effekt des Heilfastens (siehe oben). Im Rucksack sind Wasser, ungesüßter Kräu- tertee, Säfte. Seit Kurzem werden auch Fastentouren per Rad angeboten. Fastenwandern sollten nur gesunde Menschen – vorher unbedingt vom Arzt durchchecken lassen. 

 

Schrothkur

Benannt nach dem Naturheiler Johann Schroth (1798–1856), sie dauert 21 Tage. Ihre vier Elemente: 1. Basenreiche Diät, z. B. mit gekochtem Obst und Gemüse, Grieß- und Haferbrei, trockenen Brötchen. 2. Mineralwasser, Säfte, Tee, Weißwein nach Plan. 3. Macht Schrothsche Packungen mit nasskalten Umschlägen. 4. Ruhe und Bewegung, die sich abwechseln sollen. 

 

Auf der folgenden Seite: Die 10 häufigsten Fragen zum Thema Durchhaltevermögen – und ihre Antworten.