Literatur
Bücher im Januar
Diese Bücher empfehlen wir Ihnen für das neue Jahr.
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Nichts für Putzteufel
Früher schlief der Hund in einer Hütte. Lange passé. Heute leben – eher muss man sagen: residieren – die Vierbeiner in Schlössern oder zwischen Designermöbeln, lümmeln sich auf Biedermeier-Sofas, stromern durch Landhäuser. Die Autorin hat Prominente mit Hund und besonderem Zuhause besucht, sich mit den Menschen unterhalten und viel über die enge Bindung zwischen beiden erfahren. Zerkratzte Stuhlbeine? Flecke im Perser? Macht nichts, Hauptsache die Terrier, Beagles und Huskys sind happy. So wie der Parson Russel Sammy bei „Dogs“-Chefredakteur Thomas Niederste-Werbeck und Mischling Tess bei Gräfin Charlotte von Bismarck oder Gigi und Lola, die Dackeldamen von Mode-Designer Nino Cerruti. Er bringt die beiden übrigens jeden Abend mit einem Gutenachtkuss ins Bett.Manuela von Perall, Anja Hölper: „Wohnen mit Hund“, Callwey, 176 Seiten, 29,95 Euro.
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Dramatische Suche
Francis hat keine Perspektive: Am Rande einer amerikanischen Kleinstadt wohnt er mit seiner manisch-depressiven Mutter in einem Trailerpark. Nach einem Selbstmordversuch der Mutter erfährt der 18-Jährige, dass sie sich einst mithilfe einer Samenbank für Genies befruchten ließ. Mit dem verklemmten Grover und der durchgeknallten Anne-May macht er sich auf die Suche nach seinem Super-Vater. Das ist weder einfach noch erfolgreich. Am Ende aber weiß Francis, was er will. Ein kluger Roman des 37-jährigen deutschen Autors.
Benedict Wells: „Fast genial“, Diogenes, 336 Seiten, 19,90 Euro.
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Eigenwillig
Obwohl sie alles hat, ist Clara Purdy unzufrieden. Nach einem Autounfall bietet sie an, sich um die drei Kinder der verletzten Mutter zu kümmern. In dieser neuen Rolle geht sie auf, obwohl die Kinder es ihr nicht danken und die Mutter fürchtet, ausge- bootet zu werden. Ob Claras Weg zur Selbstfindung richtig ist – darüber lässt sich streiten. Aber er ist supergut erzählt.
Marina Endicott: „Die Zufallsfamilie“, Droemer, 462 Seiten, 19,99 Euro.
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Traurig, trotzdem amüsant
Der „Raum“ ist etwas größer als zwölf Quadratmeter – und die ganze Welt für den kleinen Jack. In dieser Zelle hält Old Nick, der „stinkende, stehlende Zombieräuber“ ihn und seine Ma seit Jahren gefangen. Die Irin Emma Donoghue nimmt Bezug auf den Fall Josef Fritzl, der seine Tochter 24 Jahre einkerkerte. Kein einfacher Stoff, aber der Autorin gelingt es, aus der Sicht des Jungen sowohl Böses als auch Schönes – man glaubt es kaum – eindringlich zu beschreiben.
Emma Donoghue: „Raum“, Piper, 410 Seiten, 19,90 Euro.
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Es ist nie zu spät
Wir kennen sie als Fotografin: Ute Karen Seggelke hat in vielen Büchern Porträts veröffentlicht (zuletzt „Drei Generationen“). Zum 70. Geburtstag schenkte sie sich eine Reise durch Spanien und Portugal. Mit dem Auto. Allein. Drei Monate lang. Und diesmal schreibt sie: über Situationen und Menschen, ihre Gefühle unterwegs: „eine wunderbare Erfahrung“. Ein wunderbares Reisetagebuch, finden wir.
Ute Karen Seggelke: „Mit 70 hat man noch Träume“, Jacoby Stuart, 112 Seiten, 19,95 Euro.
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Einen Versuch wert
Vorsatz fürs neue Jahr: Wir ernähren uns gesünder und schmeißen nicht mehr so viel weg, kaufen weniger Fleisch ein und alles möglichst saisonal. Die Autorin startete einen Selbstversuch und verfasste danach ihren Ratgeber. Darin liefert sie für alles Anleitungen, gottlob unorthodox, und zum Schluss Rezepte, etwa für Suppen, die man einfrieren kann, leckere Pausenbrote für die Kinder und gesunde Büro-Snacks. Nachmachen!
Sabine Huth-Rauschenbach: „Die moderne Speisekammer“, blv, 143 Seiten, 16,95 Euro.










