Literatur
Buch-Tipps im Februar
Für alle, die Außenseiter-Geschichten mögen, ihren spirituellen Horizont erweitern möchten oder Tipps für ihren Garten brauchen.
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Reise ins Dunkel
Das heutige Russland bleibt der Wahlberlinerin fremd. Aber in fantasievollen, traumhaften Bildern, gespeist aus Erinnerung und Gegenwart, beschreibt die 1971 geborene Autorin in ihrem Debüt ihre Kindheit und Jugend in der Sowjetunion, spürt der Geschichte ihrer Eltern und ihrer Großmutter nach.
Katerina Poladjan: „In einer Nacht, woanders“, Rowohlt, 173 Seiten, 16,95 Euro -
Liebenswerte Individualisten
Alex lässt sich durchs Leben treiben, jobbt in einer Hühnerfabrik. Einzig Gérard hat es ihr angetan, der körperbehinderte Bruder ihres Vermieters. Mit ihm und zwei weiteren seltsamen Männern geht sie auf Abenteuertour. Ein mit Liebe erzählter Roman über ungewöhnliche Typen.
Marie-Sabine Roger: „Der Poet der kleinen Dinge“, Hoffmann und Campe, 239 Seiten, 18,99 Euro -
Märchenhaftes Istanbul
Dieses Buch ist so verführerisch und sinnlich wie ein Pistazien-Baklava: Der erste Roman des Amerikaners Michael David Lukas erzählt die Geschichte einer hochbegabten Achtjährigen, die viele Sprachen spricht – und Beraterin des Sultans des Osmanischen Reichs wird.
Michael David Lukas: „Das Orakel von Stambul“, Insel, 365 Seiten, 19,90 Euro -
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Dem Glück auf der Spur
Der Autor kennt den Weg: Seit 1979 ist der studierte Molekularbiologe buddhistischer Mönch und lebt in Nepal. Jetzt hat Matthieu Ricard aus seinen vielen Gesprächen mit Lehrmeistern des Buddhismus die schönsten Texte zusammengestellt. Sie bieten einen Wegweiser zu mehr Achtsamkeit und Mitgefühl und ebnen den Weg zur eigenen Meditation.
Matthieu Ricard: „Weisheit“, Nymphenburger, 411 Seiten, 22,99 Euro -
Immer noch aktuell
Der italienische Philosoph Alessandro Baricco kürzte das Epos über den Trojanischen Krieg um die Gespräche der Götter und die Wiederholungen. So entstand eine aktuelle Lesung über den Krieg, seine Helden, seine Verlierer und die Gefühle der Menschen. Schauspieler des Hamburger Thalia Theaters lesen Achill, Aeneas, Helena und die anderen Protagonisten.
Alessandro Baricco: „So sprach Achill“, Osterwoldaudio, 4 CDs, 19,99 Euro -
Ernst & feiner Humor
Der Schauspieler Ulrich Noethen liest den Erfolgsroman von Eugen Ruge, der 2011 den Deutschen Buchpreis für sein Erstlingswerk bekam und schon vorher, für das unveröffentlichte Manuskript, mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet wurde – eine Riesenanerkennung
für den 57-jährigen Autor. Er erzählt eine deutsche Familiengeschichte, die im Exil in Mexiko und Sibirien beginnt und in die neu gegründete DDR führt – bis zur Wende 1989. Das alles nicht ohne Humor, den Ulrich Noethen lebendig werden lässt.
Eugen Ruge: „In Zeiten des abnehmenden Lichts“, Argon Edition, 10 CDs, 29,95 Euro










