[Alt-Text]

Gesundheit Radfahren - gesunder Sport

Schalten Sie ruhig einen Gang runter, um Ihre Gesundheit in Schwung zu bringen. Denn beim Radfahren dreht sich alles um Harmonie - und die richtige Einstellung. Wir verraten Ihnen nicht die schönesten Radtouren, aber sagen warum Sie sich mal öfters in den Sattel schwingen sollten.
radfahren-gesunder-sport

"Das ist wie Radfahren, das verlernt man nicht." Diese Redewendung stimmt tatsächlich. Vielleicht wackelt es am Anfang noch etwas. Aber egal, ob Monate oder Jahrzehnte seit dem letzten Mal vergangen sind, nach ein paar Metern stellt es sich wieder ein: Das Gefühl für die Balance. Etwa 80 Prozent aller deutschen Haushalte besitzen mindestens ein Fahrrad, schätzungsweise 73 Millionen Drahtesel sind einsatzbereit. Doch nur zehn Prozent aller Wege erledigen wir hierzulande mit dem Rad. Zum Vergleich: In den Niederlanden beträgt der Radverkehrsanteil 27 Prozent. Es spricht so viel dafür, das Fahrrad öfter aus dem Keller zu holen. Radeln ist – neben Schwimmen – die gesündeste Art, Sport zu treiben. Nicht nur die Beinmuskeln werden gestärkt, auch die Lunge profitiert von dieser Bewegung, ohne dabei außer Puste zu kommen. Sie müssen dafür keine Steigungen einbauen, eine ebene Strecke genügt. Die Atmungsorgane werden gleich­ mäßig mit Sauerstoff gefüllt, die Atem­ muskulatur gekräftigt. Gleichzeitig schont und trainiert Radfahren die Gelenke. 70 bis 80 Pro­ zent des Körpergewichts trägt der Sat­ tel. Die Gelenkknorpel werden bestens mit Sauerstoff versorgt, gut gegen Arthrose, den schleichenden Gelenk­ verschleiß. Und das Beste: Schon zehn Minuten im Sattel fördert diesen Effekt!

Besonders der Rücken freut sich, wenn Sie mal wieder auf Rad­ Touren kommen: Seine kleinen Stützmuskeln werden gestärkt, das schützt und hält die Wirbelkörper, die Wirbelsäule wird stabilisiert. Wichtig ist lediglich, mit leicht nach vorn gebeug­ tem Oberkörper zu fahren – und die Tipps von Juliane Neuß zu beachten. Ein Rad kann viel mehr sein als der Untersatz, mit dem wir nur fünf Minu­ten zum Bäcker brauchen: ein fahren­ des Fitnessgerät, das uns beinahes­ schwerelos durch die Straßen trägt, oder besser noch durch die Natur, und unseren Fettstoffwechsel ordentlich ankurbelt. Etwa 300 Kilokalorien pro Stunde verbrennen wir beim Radfah­ren – und zwar genau dann, wenn wir locker und gleichmäßig in die Pedale treten. Es geht nicht um Höchstleis­ tungen. Im Gegenteil: Radfahren ist gesund, wenn wir es langsam angehen lassen. Wer fünfmal pro Woche etwa eine halbe Stunde entspannt radelt, senkt sein Risiko für Herz­Kreislauf­ Erkrankungen bereits um 50 Prozent. Das Schlagvolumen des Herzens steigt, das Blutvolumen wird vergrößert und Cholesterin abgebaut. Und während wir in der beruhigen­ den, zyklischen Bewegung vorankom­men, bleibt der Stress auf der Strecke. Also: Rad entstauben und los!

Schlagworte: