Umwelt

Diese fünf Frauen kämpfen für eine gerechtere Welt

Wir stellen Ihnen Frauen vor, die uns inspirieren. Sie kämpfen für eine gerechtere Finanzwelt, setzen sich für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein. Retten aussterbende Obst- und Gemüsesorten. Das beeindruckt und macht Mut!

Die Kampagnen-Managerin MAJA GÖPEL, 32, arbeitet daran, dass die Finanzwelt in Zukunft auf Mensch und Umwelt Rücksicht nimmt

Für Maja Göpel dreht sich die Welt schneller als sonst. Mit gegrätschten Beinen steht die 32-Jährige an ihrem Schreibtisch, noch eben eine E-Mail abschicken, wie auf dem Sprung. Göpel, 1,80 Meter groß, Jeans, schwarzer Pullover und strahlend blaue Augen, arbeitet im Weltzukunftsrat, ihr Thema: „Future Finance“. „Und da passiert im Moment irrsinnig viel.“

Die Krise hat die Politiker aufgeschreckt. Überall neue Beraterstäbe, eilige Konferenzen. „Finanzen waren ein blinder Fleck in der Gesellschaft“, sagt Göpel. Jetzt sieht sie eine Chance auf Veränderung.

Maya Göpel hat schon die Klima-Kampagne für den Weltzukunftsrat auf den Weg gebracht, dabei ging es vor allem um erneuerbare Energien. Wissenschaftler haben Argumente für die Energiewende mit Fakten unterlegt, Experten nach den besten Beispielen aus der Praxis gesucht. Die Kampagnen-Managerin stand immer im Hintergrund und hat alles koordiniert: Designer sollten die Kampagnenziele plakativ und leicht verständlich darstellen, Juristen die Idealvorstellungen in eine klare Sprache übersetzen. Denn Ziel des Weltzukunftsrats ist es nicht nur, die Öffentlichkeit weltweit zu informieren, sondern Gesetzgebern in verschiedenen Ländern politisch umsetzbare Lösungen anzubieten: im Klima-Fall z. B. die deutsche Methode, Strom aus alternativen Quellen bei der Einspeisung ins Netz mit höheren Tarifen zu entlohnen, anstatt Solarund Windkraftanlagen beim Bau zu subventionieren.

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