[Alt-Text]

Ökologische Erziehung

VITAL Autorin Kirsten Brodde berichtet, wie das geht – und wie alle dabei Spaß haben

Gemüse im Korb

Am Anfang war die Tat. Vor sechs Jahren räumte ich unseren Kühlschrank aus und machte Tabula rasa, bis es im Bosch hallte. Dann kam das Wort. Forsch teilte ich meiner Familie mit, dass wir unseren Speisezettel von jetzt an auf 100 Prozent Bio umstellen würden. Mein Mann ist Psychiater und geübt im Umgang mit Marotten und Spleens. Und meine Kinder Leonard und Paulina – damals acht und sechs Jahre alt – huldigten noch dem 11. Gebot, das da lautet: „Du sollst Mama nicht widersprechen.“ Beide sind heute in der Pubertät und aus dieser Phase leider heraus.

Aber damals schleppten sie anstandslos die Abo-Kiste des ökologischen Musterhofs bei uns um die Ecke in die Küche – gefüllt mit Mangold, Pastinaken, Fenchelknollen und Roter Beete, die mich schwer ratlos machten und geradezu nach einem Kochkurs schrien. Aber Gott sei Dank lieferte der Bioland-Betrieb Rezepte mit und ich lernte tapfer die Zubereitung von Spinat-Lasagne, Bohnen-Eintopf und Co. Wir sind dabei geblieben, und seit Biosupermärkte wie Alnatura, Basic oder die Bio Company wie wild expandieren, ist das ökologische Einkaufen schlicht einfacher geworden – übrigens auch erschwinglicher.

Nach meinen Beobachtungen sind wir ein typischer Haushalt auf dem Weg Richtung Grün. Wir starteten  mit der Revolution im Kühlschrank. Alles andere, wie Energiesparlampen, Umsteigen auf Bahn und Bus oder gar ethische Geldanlagen, kam dann Schritt für Schritt hinterher.

1 2 3
Schlagworte:
Autor:
Kirsten Brodde