[Alt-Text]

Rezept Genuss-Frauen

Neues ausprobieren, sich inspirieren lassen und engagiert backen und kochen: Kylie Kwong, Cynthia Barcomi und Gabriele Kurz machen es uns vor. Probieren Sie mal!

Kylie Kwong

Sie gehört zu den beliebtesten Fernsehköchen Australiens. Als Nachfahrin chinesischer Einwanderer kocht Kylie Kwong am liebsten traditionell kantonesisch. Ihre Show und ihre Kochbücher überraschen immer wieder mit einfachen, leckeren Rezepten der chinesischen Küche.
Als Kind schaute Kylie ihrer Mutter zu und lernte so, nur von ihrer Intuition geleitet zu kochen. „Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Kochen und Essen zelebriert wurden. Dadurch wusste ich, dass gutes Essen einfach glücklich macht”, erzählt die 43-Jährige. Damals waren sie und ihre Familie die einzigen Chinesen in Epping, einem Vorort von Sydney.

Kylie Kwong: China – die 88 Köstlichkeiten

Ein Augenschmaus ist das Buch von Kylie Kwong auch: „China – die 88 Köstlichkeiten: Meine kulinarische Reise mit authentischen Rezepten“, Christian Verlag, 482 Seiten, 39,90 Euro.

Mehr über Kylie Kwong erfahren oder in Sydney in ihrem Restaurant essen? Dann schauen Sie hier: www.kyliekwong.org. Infos über Oxfam in Deutschland unter www.oxfam.de


Trotzdem fühlte sich Kylie nie ausgeschlossen, im Gegenteil: Alle Kinder der Umgebung kannten und schätzten das gute Essen ihrer Mutter, die Einladungen zu Kylies Geburtstagen waren heiß begehrt. Durch diese Erfahrung lernte Kylie schon früh, dass Essen nicht nur Freundschaften aufbauen kann, sondern auch kulturelle Unterschiede überbrückt.
Doch nach der Schule schlug die Australierin erst einmal eine andere Berufsrichtung ein: Sie studierte Grafikdesign, nahm aber einen Aushilfsjob in der Küche an – und fand schließlich zu ihrer Berufung. „Plötzlich hatte ich nicht mehr das Gefühl, fehl am Platz zu sein, sondern spürte eine innere Sicherheit. Kochen”, sagt sie heute, „hatte ich einfach in mir.“
Ihre Karriere als Köchin begann mit einer Lehre beim australischen Starkoch Neil Perry, danach leitete sie eines seiner Restaurants. Im Jahr 2000 erfüllte sie sich ihren Traum: ihr eigenes Restaurant „Billy Kwong“. Noch heute stehen die Sydneysider Schlange, um einen Tisch zu ergattern, lange bevor es um 18 Uhr öffnet. Nicht nur, weil Reservierungen nicht möglich sind, sondern weil Kylie Kwong eine Haltung verkörpert: Als Buddhistin ist ihr artgerechte Tierhaltung und der verantwortungsvolle Umgang mit Natur und Mensch wichtig. Sie unterstützt unentgeltlich die weltweite Hilfsorganisation Oxfam. Ihr Tafelgeschirr „Lotus” wird in Vietnam in einer Fairtrade-Fabrik hergestellt und in australischen Oxfam-Filialen verkauft. Als eine der Ersten in Sydney begann sie vor sechs Jahren, in ihrem Restaurant nur noch Bioprodukte zu verwenden. „Aber auch ohne spirituelle Überzeugung würde ich nur noch bio kaufen”, betont Kylie. „Es schmeckt viel besser!”

1 2 3
Schlagworte: