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Autorin Ute Oda Frantzen über gesundes Essen Gedanken über Ernährung

Gesunde Ernährung kann einsam machen, merkte unsere Autorin Ute Oda Frantzen. Aber wer den Weg der Erleuchtung gefunden hat, wird damit fertig. Vielleicht.

Gesunde Ernährung

Haben Sie sich schon mal einen Monat lang nur mit Essen beschäftigt? Nicht mit „Was koche ich morgen?“ oder „Wie kann ich drei Kilo abnehmen?“. An diese zwei Fragen habe ich in den letzten vier Wochen keine Sekunde verschwendet. Was untypisch für mich ist, besonders Frage zwei betreffend. Und, mal ehrlich, Frage eins betreffend: Seit ich an diesem Dossier arbeite und all diese Leute interviewe, die sich schlaue Gedanken über Ernährung machen, habe ich hauptsächlich Käsebrötchen und Spiegeleier gegessen. Und eine Tafel Nuss-Vollmilch plus sechs bis acht Tassen Kaffee pro Tag. Denn während mein neues Computerprogramm stündlich implodierte und die Wohnung über uns lautstark renoviert wurde, konnte ich kaum klare Gedanken fassen und brauchte entsprechend länger.

Gut, dass meine zwei Kinder im Kindergarten Mittag essen. Die Schokolade habe ich vor ihnen versteckt. Ich will nicht noch ihre Zähne auf dem Gewissen haben, das hat schon genug zu kämpfen: Wenn man mit Leuten spricht, die sogar vor einem Zuviel an grünem Tee warnen, ist man froh, dass man sie nur am Telefon hat – und ihnen nicht mit dem Becher voll schwarzem Kaffee gegenübersitzt.

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Autor:
Ute Oda Frantzen